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IBM-Aktie steigt 4,1 Prozent: Quantencomputing-Milliarden begeistern Anleger

Drei Katalysatoren auf einmal: IBM kündigt 10-Milliarden-Investition in Quantencomputing an – und erhält staatliche Unterstützung.

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IBM-Aktie steigt 4,1 Prozent: Quantencomputing-Milliarden begeistern Anleger

Die Aktie von International Business Machines (IBM) legte am Montag im Vormittagshandel um 4,1 Prozent zu – und das in einem insgesamt schwachen Marktumfeld. Der S&P 500 verlor 0,1 Prozent, der Dow Jones gab 0,3 Prozent nach und der Nasdaq sank ebenfalls um 0,1 Prozent. Die heutige Kursbewegung war damit rein unternehmensspezifisch und durch gleich drei bedeutende Ankündigungen getrieben.

IBM gab bekannt, über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr als 10 Milliarden US-Dollar in das Quantencomputing investieren zu wollen. Das erklärte Ziel: bis 2029 den weltweit ersten groß angelegten, fehlertoleranten Quantencomputer zu liefern. Ein solches System würde einen technologischen Meilenstein darstellen, der die Rechenleistung für komplexe Aufgaben in Bereichen wie Arzneimittelforschung, Finanzmodellierung und Kryptografie grundlegend verändern könnte.

Staatliche Rückendeckung für Anderon

Zusätzlichen Schub erhielt die Aktie durch eine Entscheidung der Trump-Administration. Die US-Regierung hatte in der vergangenen Woche Beteiligungen in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar an neun Quantencomputing-Unternehmen angekündigt. IBM soll dabei die Hälfte dieser Mittel – also rund 1 Milliarde US-Dollar – für Anderon erhalten. Anderon ist ein neu gegründetes Unternehmen, das die erste spezialisierte Produktionsstätte für Quantenchips in den USA werden soll.

IBM-Chairman und CEO Arvind Krishna hatte dazu erklärt, dass Anderon „gut positioniert sein wird, um die schnell wachsende Quantentechnologie-Industrie Amerikas voranzutreiben". Die staatliche Beteiligung ist Teil der Bemühungen der US-Regierung, die amerikanische Führungsrolle in dieser aufstrebenden Technologie zu sichern und dem wachsenden Einfluss Chinas entgegenzuwirken. Jüngste technologische Durchbrüche haben das Interesse der Anleger am Potenzial des Quantencomputings zuletzt deutlich verstärkt.

Project Lightwell: IBM und Red Hat setzen auf KI-Sicherheit

Als dritter Katalysator wirkte die gemeinsame Ankündigung von IBM und Red Hat zum sogenannten Project Lightwell. Dabei handelt es sich um eine Verpflichtung in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar, die darauf abzielt, eine neue KI-fokussierte Clearingstelle für die Sicherheit von Open-Source-Software zu schaffen. Das Projekt wird durch neue Frontier-KI-Funktionen sowie eine globale Truppe von mehr als 20.000 Ingenieuren unterstützt. Großbanken sollen ebenfalls an der Initiative beteiligt sein.

Project Lightwell soll Unternehmen dabei helfen, Open-Source-Software besser abzusichern. Analysten sehen darin das Potenzial, die Führungsposition von IBM im Bereich der Sicherheitssoftware für Unternehmen weiter zu festigen. Die Kombination aus dem eigenen Quanten-Engagement in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar, der staatlichen Beteiligung von 1 Milliarde US-Dollar für Anderon und der Sicherheitsinitiative Project Lightwell im Wert von 5 Milliarden US-Dollar bescherte IBM eine seltene Sitzung mit drei gleichzeitigen Wachstumskatalysatoren.

Analysten bleiben optimistisch

Die Nachrichten über die Quantenfinanzierung wirkten sich zudem positiv auf den gesamten Sektor aus und ließen neben IBM auch die Aktien anderer Förderempfänger steigen. Die Analystengemeinschaft steht IBM grundsätzlich positiv gegenüber: Die Aktie verfügt über ein Konsens-Rating von „Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 286,67 US-Dollar.

Zu den jüngsten Einschätzungen gehören Wedbush, die ihr „Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 320 US-Dollar beibehielten, sowie RBC Capital, die ebenfalls an „Outperform" mit einem Ziel von 300 US-Dollar festhalten. Für deutsche Anleger, die in US-Technologiewerte investieren, unterstreicht der heutige Handelstag eindrucksvoll, wie stark gezielte Investitionsankündigungen und staatliche Unterstützung die Kursentwicklung eines Einzelwertes beeinflussen können – selbst wenn der Gesamtmarkt schwächelt.

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