ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

IAG-Aktie: Bank of America sieht weiteres Kurspotenzial von 19 Prozent

Trotz starker Erholung vom März-Tief gilt die British-Airways-Mutter IAG laut Bank of America als weiterhin günstig bewertet.

IAG-Aktie: Bank of America sieht weiteres Kurspotenzial von 19 Prozent

Die Aktie der International Consolidated Airlines Group (IAG), Mutterkonzern von British Airways und Iberia, hat sich von ihrem Tiefstand deutlich erholt – und Analysten sehen noch mehr Luft nach oben. Die Bank of America hat ihr Kursziel für IAG um 70 Pence auf 570 Pence angehoben. Dem steht ein aktueller Kurs von 482 Pence gegenüber, was einem weiteren Aufwärtspotenzial von rund 19 Prozent entspricht.

Der Ausgangspunkt der Erholung war bemerkenswert: In den ersten zwei Wochen des US-Iran-Konflikts war die IAG-Aktie auf 342 Pence abgestürzt. Seitdem hat sie sich deutlich erholt, und die Bank of America sieht weiteres Potenzial – gestützt durch niedrigere Treibstoffkosten und eine verbesserte Nachfrageaussicht.

Starke Fundamentaldaten als Rückenwind

Die Heraufstufung des Kursziels durch die Bank of America basiert auf einer Anhebung der Gewinnprognose für das Jahr 2026 um 5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro (rund 3,9 Milliarden Britische Pfund). Hintergrund ist das Rekordergebnis, das IAG für das Geschäftsjahr 2025 mit 5 Milliarden Euro operativem Gewinn gemeldet hatte. Auf Basis eines Bewertungsmultiplikators vom Achtfachen des erwarteten Gewinns erklärte die BofA, dass die Aktien „immer noch günstig aussehen".

Besonders hervorgehoben wurden dabei die Kapitalrendite (ROIC) von mehr als 15 Prozent, die starke Bilanz des Konzerns sowie der Spielraum für jährliche Aktionärsrenditen von 9 Prozent. Diese Kennzahlen unterstreichen die operative Stärke des Unternehmens, das neben British Airways und Iberia weitere europäische Fluggesellschaften unter seinem Dach vereint.

Die Erholung der IAG-Aktie ist kein Einzelphänomen: Der gesamte europäische Luftfahrtsektor hat in den vergangenen 30 Tagen eine kräftige Aufwärtsbewegung erlebt. Als treibende Kräfte gelten sinkende Kerosinpreise sowie eine optimistischere Einschätzung der Passagiernachfrage – begünstigt durch die jüngste Wiedereröffnung der Straße von Hormus. UBS stellte zudem fest, dass die Daten für das dritte Quartal ein Wachstum der Langstreckenkapazität von 3 Prozent zeigen, nachdem im zweiten Quartal noch ein Rückgang von 2 Prozent verzeichnet worden war.

Kerosinpreise: Entspannung, aber kein Entwarnung

Beim Treibstoff bleibt die Lage zweischneidig. Seit Jahresbeginn liegen die Kerosinpreise zwar immer noch um mehr als 40 Prozent im Plus, haben sich jedoch deutlich von einem zwischenzeitlichen Spitzenanstieg von über 160 Prozent erholt. IAG hatte in seinen Ergebnissen für das erste Quartal im Mai erklärt, dass die eigene Hedging-Strategie das Unternehmen vor den kurzfristigen Auswirkungen massiver Kerosinpreissteigerungen geschützt habe.

Die operativen Zahlen aus dem ersten Quartal bestätigen die Widerstandsfähigkeit des Konzerns: Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,9 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro, der operative Gewinn legte um beeindruckende 77,3 Prozent zu – bei begrenzten Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Kosten. Vor Beginn des Konflikts entfielen lediglich rund 3 Prozent der Kapazität auf die Golfregion.

Quartalsergebnisse als nächster Kurstreiber

Der nächste wichtige Katalysator für den gesamten Sektor steht bereits fest: die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal. Den Auftakt macht Ryanair am 20. Juli, bevor IAG seine Zahlen am 31. Juli vorlegt. Für Anleger dürfte dieser Termin besonders spannend werden – schließlich wird er zeigen, ob die positive Entwicklung aus dem ersten Quartal anhält und ob die Hedging-Strategie auch im zweiten Quartal ihre Wirkung entfaltet hat.

Für deutsche Privatanleger ist IAG über die Londoner Börse (LSE) handelbar. Der Konzern gilt als einer der größten Langstreckenanbieter Europas und profitiert strukturell von der anhaltend hohen Reisenachfrage auf transatlantischen Routen.

Iag AktieInternational Consolidated Airlines GroupBank Of America KurszielBritish Airways AktieLuftfahrt AktienKerosinpreiseIag Quartalsergebnisse

Disclaimer