Hyundai Motor: Betriebsgewinn bricht im Q4 um 40% ein
US-Zölle belasten südkoreanischen Autobauer trotz schwächerer Heimatwährung – Gewinn deutlich unter Analystenerwartungen

Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai Motor hat im vierten Quartal 2024 einen drastischen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Betriebsgewinn sank um 40 Prozent auf 1,7 Billionen Won (1,19 Milliarden US-Dollar), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch bei 2,8 Billionen Won gelegen.
Das Ergebnis blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten im Konsens mit einem Betriebsgewinn von 2,7 Billionen Won gerechnet. Die Schätzung basierte auf den Prognosen von 17 Finanzexperten und wurde nach der LSEG SmartEstimate-Methode gewichtet, die präzisere Analysten stärker berücksichtigt.
Als Hauptgrund für den Gewinneinbruch nennt Hyundai die Belastung durch US-Zölle. Diese hätten die positiven Effekte einer schwächeren südkoreanischen Währung komplett neutralisiert. Der Won hatte sich gegenüber dem US-Dollar abgeschwächt, was normalerweise die Wettbewerbsfähigkeit koreanischer Exporteure stärkt.
Marktposition unter Druck
Hyundai Motor ist gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Kia der drittgrößte Automobilkonzern weltweit, gemessen am Absatzvolumen. Die schwachen Quartalszahlen werfen Fragen zur weiteren Entwicklung des Konzerns auf, insbesondere im wichtigen US-Markt.
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Zur AktienanalyseDie Ergebnisse für das vierte Quartal unterstreichen die Herausforderungen, mit denen globale Automobilhersteller konfrontiert sind. Neben Zollbelastungen kämpft die Branche mit steigenden Produktionskosten und dem kostspieligen Übergang zur Elektromobilität.
Für Anleger bedeutet der deutliche Gewinnrückgang eine Neubewertung der Wachstumsaussichten. Die Aktie könnte unter Druck geraten, sollten sich die Rahmenbedingungen im laufenden Jahr nicht verbessern.


