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Hypothekenrefinanzierungen brechen ein: Nachfrage sinkt um 40 Prozent

Steigende Zinsen und Inflationsängste durch den Iran-Krieg belasten den US-Immobilienmarkt erheblich.

Hypothekenrefinanzierungen brechen ein: Nachfrage sinkt um 40 Prozent

Die Nachfrage nach Hypothekenrefinanzierungen in den USA ist im vergangenen Monat um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Allein in der vergangenen Woche verzeichnete die Mortgage Bankers Association (MBA) einen Rückgang der Refinanzierungsanträge um 17 Prozent. Damit liegt die Nachfrage zwar noch 33 Prozent über dem Vorjahresniveau – doch der Trend zeigt klar nach unten.

Haupttreiber der Entwicklung sind erneut steigende Hypothekenzinsen. Der durchschnittliche Vertragszinssatz für 30-jährige Festhypotheken mit konformen Darlehenssummen bis 832.750 US-Dollar kletterte von 6,43 auf 6,57 Prozent. Zu Beginn des Jahres, als die Zinsen noch deutlich niedriger lagen, war die Refinanzierungsnachfrage noch mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Das Gesamtvolumen der Hypothekenanträge sank laut dem saisonbereinigten MBA-Index gegenüber der Vorwoche um 10,4 Prozent. Auch die Kaufanträge für Immobilien gaben nach – um 3 Prozent wöchentlich – und liegen nur noch 1 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Iran-Krieg belastet Frühjahrsmarkt

Der traditionell starke Frühjahrs-Immobilienmarkt leidet unter den geopolitischen Unsicherheiten. Analysten hatten für diese Saison ursprünglich eine deutliche Belebung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Der anhaltende Konflikt mit dem Iran schürt jedoch Inflationsängste und trübt die Aussichten für die Gesamtwirtschaft.

Zu Beginn dieser Woche sanken die Hypothekenzinsen laut einer separaten Erhebung von Mortgage News Daily vorübergehend, als die Märkte Signale einer möglichen Deeskalation im Iran-Konflikt verarbeiteten. Im Vergleich zu den Niveaus vor Kriegsbeginn bleiben die Zinsen jedoch erhöht – und damit die Erschwinglichkeit für Käufer weiterhin eingeschränkt.

Für deutsche Anleger und Immobilienbeobachter ist die Entwicklung in den USA ein wichtiger Frühindikator: Steigende Zinsen und geopolitische Spannungen dämpfen auch hierzulande die Kauflaune und die Bereitschaft zur Umschuldung bestehender Immobilienkredite.

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