ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Hyliion-CEO: $40-50 Mio. Militär-Pipeline und netzunabhängige Rechenzentren

Hyliion positioniert sein KARNO-Modul als Energielösung für KI-Rechenzentren – mit Militärverträgen und 258% Kursanstieg seit Jahresbeginn.

Hyliion-CEO: $40-50 Mio. Militär-Pipeline und netzunabhängige Rechenzentren

Während die großen Hyperscaler beim Ausbau ihrer KI-Infrastruktur miteinander wetteifern, hat sich der entscheidende Engpass verschoben: Nicht mehr Halbleiterchips, sondern die Energieversorgung bremst das Wachstum. Das US-Unternehmen Hyliion, dessen Aktie seit Jahresbeginn um mehr als 258% gestiegen ist, sieht darin eine strategische Chance für sein KARNO-Power-Modul.

CEO Thomas Healy erklärte in einem Interview mit Investing.com, dass sein Unternehmen ein strukturelles Problem adressiere, das sich stetig verschärfe. „Was wir von Betreibern von Rechenzentren hören, ist, dass die Netzanbindungskapazität die größere Einschränkung darstellt, nicht die Brennstoffversorgung", so Healy. „Jahre auf die Genehmigung eines Netzanschlusses durch einen Energieversorger zu warten, ist ein echter Flaschenhals."

Das KARNO-System setzt auf handelsübliches Erdgas bei 5 bis 25 PSI und kommt ohne spezielle Brennstofflogistik aus. Healy betonte, dass die Erdgasinfrastruktur in den meisten Märkten, in denen Hyperscaler bauen wollen, bereits vergleichsweise gut ausgebaut sei – ein klarer Vorteil gegenüber dem langwierigen Prozess der Netzanbindung.

Technische Vorteile gegenüber dem US-Stromnetz

Das KARNO-Modul zielt auf eine Brennstoff-zu-Strom-Effizienz von 50% ab – deutlich über dem US-Netzdurchschnitt von 36%. Hinzu kommt ein nativer 800V-Gleichstromausgang, der die typischen Umwandlungsverluste wechselstrombasierter Alternativen vermeidet. Das System qualifiziert sich zudem für eine Investitionssteuergutschrift (Investment Tax Credit) von 30%.

Für einen Privatkunden in New York, der derzeit 0,22 US-Dollar pro Kilowattstunde aus dem Netz zahlt, errechnete Hyliion laut Healy einen möglichen Lieferpreis von unter 0,17 US-Dollar – inklusive Brennstoff, Wartung und Kapitalabschreibung. Das entspräche einer Kostenersparnis von mehr als 20% gegenüber dem aktuellen Netzpreis.

Hyliion hat kürzlich die UL-Zertifizierungstests für sein 200-kW-Power-Modul abgeschlossen und peilt den kommerziellen Einsatz für Ende 2026 an. Größere Multi-Megawatt-Konfigurationen, die speziell auf den Rechenzentrumsmarkt ausgerichtet sind, befinden sich ebenfalls in der Entwicklung.

Militärvertrag validiert Skalierungsarchitektur

Ein Vertrag mit der US-Marine spielt dabei eine wichtige strategische Rolle. „Die Entwicklung der 800-kW-Marineplattform im Jahr 2026 ist von Bedeutung, da sie unsere Multi-Unit-Stacking-Architektur validiert, die das Fundament für das Multi-Megawatt-System bildet, das wir für Rechenzentren entwerfen", erklärte Healy.

Mit Blick auf die Militär-Pipeline zeigte sich der CEO zuversichtlich: „In diesem Jahr rechnen wir damit, Militäraufträge in Höhe von 40 bis 50 Millionen US-Dollar über mehrere Teilstreitkräfte hinweg hinzuzufügen." Healy betonte dabei, dass es sich nicht um reine Transaktionen handele, sondern um tiefe technische Partnerschaften.

Derzeit verfügt Hyliion über unverbindliche Absichtserklärungen für fast 750 KARNO-Kerne, was bei aktuellen Preisen einem Gesamtwert von rund 400 Millionen US-Dollar entspricht. Der kurzfristige Fokus des Unternehmens liegt laut Healy darauf, diese Pipeline vor der geplanten Produktionsausweitung im Jahr 2027 in rechtskräftige Verträge umzuwandeln.

Als langfristiges Differenzierungsmerkmal hob das Unternehmen zudem die Brennstoffflexibilität hervor: Dieselbe Hardware kann ohne Infrastrukturänderungen von Erdgas auf Wasserstoffmischungen umgestellt werden – ein Aspekt, der angesichts der globalen Energiewende an Bedeutung gewinnen dürfte.

HyliionKarno Power ModulNetzunabhängige RechenzentrenKi-Infrastruktur EnergieMilitärvertrag Us-MarineEnergieversorgung RechenzentrumHyliion Aktie

Disclaimer