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Huayou verschifft erstes Lithiumsalz aus Simbabwe nach China

Chinas Zhejiang Huayou Cobalt exportiert erstmals Lithiumsulfat aus Afrika – ein Meilenstein für die regionale Mineralveredelung.

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Huayou verschifft erstes Lithiumsalz aus Simbabwe nach China

Der chinesische Rohstoffkonzern Zhejiang Huayou Cobalt hat die erste Lieferung von Lithiumsulfat aus seiner Mine in Simbabwe verschifft. Dies geschah nur zwei Monate, nachdem das südafrikanische Land alle Exporte von Lithiumkonzentrat eingefroren hatte. Der Schritt markiert einen bedeutenden Einschnitt in der afrikanischen Rohstoffverarbeitung.

„Diese erste Lieferung stellt das erste jemals in Simbabwe und in ganz Afrika produzierte Lithiumsalz dar und markiert einen bedeutenden Fortschritt bei der regionalen Mineralveredelung und Industrialisierung", erklärte die simbabwische Einheit von Huayou in einer Mitteilung auf der Plattform X. Angaben zum genauen Umfang der Lieferung machte das Unternehmen nicht.

400-Millionen-Dollar-Anlage mit großer Kapazität

Huayou stellte die 400 Millionen US-Dollar teure Verarbeitungsanlage im Oktober 2025 fertig. Die Fabrik verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von 50.000 Tonnen Lithiumsulfat. Dieses Zwischenprodukt kann anschließend zu Lithiumhydroxid oder Lithiumcarbonat weiterverarbeitet werden – beides zentrale Materialien für die Herstellung von Batteriezellen in Elektrofahrzeugen.

Lithiumsulfat unterliegt dabei nicht der kürzlich eingeführten Exportsteuer von 10 Prozent, die Simbabwe auf Lithiumkonzentrat erhebt. Damit schafft die lokale Verarbeitung für Unternehmen wie Huayou einen klaren wirtschaftlichen Vorteil gegenüber dem Export von unverarbeitetem Rohmaterial.

Simbabwes harter Kurs gegen Rohstoffexporte

Simbabwe, Afrikas führender Lithiumproduzent, verfolgt eine konsequente Strategie zur Steigerung der heimischen Wertschöpfung. Am 25. Februar 2025 fror die Regierung sämtliche Exporte von Lithiumkonzentrat ein und begründete dies mit „Missständen beim Export von Mineralien". Ab Januar 2027 sollen Exporte von Lithiumkonzentrat vollständig verboten werden.

Im April 2025 führte Simbabwe Exportquoten für Lithiumkonzentrat ein und knüpfte die Wiederaufnahme der Exporte an konkrete Bedingungen. Bergbauunternehmen müssen demnach ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen sowie Arbeits-, Sicherheits- und Umweltstandards einhalten. Bislang erhielten die chinesischen Unternehmen Sichuan Yahua, Chengxin Lithium und Sinomine Exportquoten. Ob auch Huayou eine solche Quote zugewiesen bekam, ist nicht bekannt – das Unternehmen äußerte sich dazu bislang nicht.

Chinas Dominanz in der globalen Lithium-Lieferkette

Chinesische Firmen dominieren den Lithium-Bergbausektor in Simbabwe und festigen damit die Stellung Chinas in der globalen Lieferkette für Batteriemetalle. Im Jahr 2025 exportierte Simbabwe insgesamt 1,13 Millionen Tonnen lithiumhaltiges Spodumenkonzentrat nach China. Das entsprach rund 15 Prozent der gesamten chinesischen Lithiumkonzentrat-Importe in diesem Jahr.

Für deutsche Investoren und die europäische Batterieindustrie verdeutlicht diese Entwicklung einmal mehr, wie stark China die Kontrolle über kritische Rohstoffe für die Energiewende ausbaut. Simbabwes Bestrebungen zur lokalen Verarbeitung ändern zwar die Form des Exports, nicht aber die Dominanz chinesischer Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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