Huaweis neuer KI-Chip 950PR überzeugt ByteDance und Alibaba
Chinas Tech-Giganten planen Großbestellungen des neuen Ascend-Nachfolgers – ein Meilenstein für Huawei.

Huawei erzielt einen bedeutenden Durchbruch auf dem chinesischen KI-Chipmarkt. ByteDance und Alibaba planen laut mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen Bestellungen des neuen Chips 950PR. Die Kundentests seien erfolgreich verlaufen, so die Insider gegenüber Reuters.
Der neue Chip markiert einen Wendepunkt für Huawei. Bisher hatte das Unternehmen aus Shenzhen Schwierigkeiten, große Technologiekonzerne des Privatsektors von seinem bisherigen Flaggschiff-Chip Ascend 910C in großen Mengen zu überzeugen – trotz einer staatlichen Kampagne zur Förderung heimischer Halbleiter. Mit dem 950PR ändert sich das Bild offenbar grundlegend.
Ein entscheidender Vorteil des neuen Chips ist seine verbesserte Kompatibilität mit Nvidias CUDA-Softwaresystem. Entwickler chinesischer Tech-Firmen, die bislang überwiegend Nvidias Infrastruktur nutzen, können ihre Modelle damit deutlich einfacher migrieren. Zudem überzeugt der 950PR durch schnellere Reaktionszeiten.
Produktion und Preise
Huawei plant, in diesem Jahr rund 750.000 Einheiten des 950PR auszuliefern. Im Januar wurden bereits Muster an Kunden verschickt; die Massenproduktion soll im April beginnen und damit den Weg für umfassende Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte ebnen.
Der 950PR, der herkömmlichen DDR-Speicher nutzt, soll rund 50.000 Yuan – umgerechnet etwa 6.900 US-Dollar – pro Karte kosten. Eine Premium-Version mit schnellerem HBM-Speicher wird für rund 70.000 Yuan angeboten. Im Vergleich zum Vorgänger 910C bietet der neue Chip laut den Quellen nur eine geringfügige Verbesserung der reinen Rechenleistung, ist jedoch gezielt auf Inferenz-Workloads ausgelegt.
Nvidia unter Druck in China
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Zur AktienanalyseDie Markteinführung des 950PR trifft Nvidia zu einem schwierigen Zeitpunkt. Washington hat den Verkauf zahlreicher KI-Chips des US-Konzerns in China untersagt, da Bedenken bestehen, dass die Technologie das chinesische Militär stärken könnte. Zwar hat die Trump-Administration grundsätzlich grünes Licht für den leistungsstärkeren H200 gegeben, jedoch unter Bedingungen, die die Verkaufsmengen begrenzen könnten. Wann die H200-Chips tatsächlich nach China gelangen, bleibt unklar.
Die Nachfrage nach KI-Inferenz-Rechenleistung in China steigt derweil rasant. Der Tech-Sektor verlagert seinen Fokus zunehmend von der Modellentwicklung auf den praktischen Einsatz – ein Trend, der durch die schnelle Verbreitung des Open-Source-KI-Agenten OpenClaw zusätzlich beschleunigt wird. Huawei, ByteDance und Alibaba reagierten auf Anfragen von Reuters nicht.


