Huawei: Tochter des Firmengründers soll Konzernführung übernehmen
Tochter des Huawei-Gründers wird neue Führungskraft: Auswirkungen auf den Konflikt mit den USA?

Meng Wanzhou, die Finanzchefin des chinesischen Technologieriesen Huawei und Tochter des Gründers, soll zum 1. April erstmals den rotierenden Vorsitz des Konzerns übernehmen. Der bevorstehende Aufstieg der 51-jährigen Meng in die Führungsspitze des Konzerns Huawei könnte die politischen Vorbehalte der USA gegenüber dem Unternehmen weiter verstärken. Laut Berichten erwägt US-Präsident Joe Biden derzeit, die Sanktionen gegen Huawei zu verschärfen, indem er möglicherweise den Zugang des Unternehmens zu Halbleitern von wichtigen US-Zulieferern wie Qualcomm oder Intel vollständig unterbindet.
Huawei wehrt sich gegen die Vorwürfe, Spionage und Cyberangriffe im Auftrag der chinesischen Regierung zu betreiben und betont seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Netzbetreibern in mehr als 170 Ländern sowie seine Erfolgsbilanz in der Cybersicherheit. Eine Diskussion über Netzwerksicherheit sei sicher nötig, aber eine "Bewertung anhand des Herkunftslandes" sei "diskriminierend". In Deutschland herrscht laut Huawei ein faktenbasierter Ansatz, jedoch gebe es trotzdem Verunsicherungen unter Kunden und verantwortlichen Stellen, die in der "neuen Normalität" zerstreut werden müsse.
Der Druck seitens der USA zwingt Huawei dazu, sein Geschäft schneller zu variieren als ursprünglich geplant. Das Unternehmen expandiert in Cloud-Dienste, technische Unterstützung für die Industrie sowie Dienstleistungen und betritt sogar ungewohntes Terrain wie Auto, Gesundheit, Bildung, Logistik und Bergbau. Der Bereich Smart Manufacturing spielt hierbei in Deutschland eine wichtige Rolle, so der jetzige Vorsitzende Xu.
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Zur AktienanalyseHuawei wurde bereits der Zugang zum US-Betriebssystem Android entzogen, was das Smartphone-Geschäft des Unternehmens schwer belastete. Die Folgen dieser Entscheidung wurden vergangene Woche auf der großen Mobilfunkmesse in Barcelona deutlich, als Huawei keine neuen Smartphones mehr vorstellte. Trotz der Widrigkeiten hat sich der Technologieriese nach eigenen Angaben "aus dem Krisenmodus" befreit und spricht von einer "neuen Normalität". Der Umsatz war 2022 mit 636,9 Milliarden Yuan stabil ausgefallen, nachdem er im Vorjahr um 28,6 Prozent eingebrochen war. Ende März soll das Jahresergebnis verkündet werden.


