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HPE-Chef Antonio Neri: Einblick in seinen Arbeitsalltag

Früh aufstehen, kein Wecker, immer im Büro: HPE-CEO Antonio Neri gewährt seltene Einblicke in seinen strukturierten Arbeitsalltag.

HPE-Chef Antonio Neri: Einblick in seinen Arbeitsalltag

HPE-Chef Antonio Neri steht jeden Morgen um 5:45 Uhr auf – und das ganz ohne Wecker. Der CEO von Hewlett Packard Enterprise (HPE) führt diese Gewohnheit auf seine Schulzeit in Argentinien zurück, wo er täglich frühmorgendliche Busfahrten von 25 Meilen Länge zu einem Militärstützpunkt absolvieren musste. Diese Erfahrungen haben ihn nachhaltig geprägt, wie er kürzlich beim WSJ Leadership Institute erklärte.

Das militärisch geprägte Schulumfeld habe ihm eine tiefe Wertschätzung für Struktur und Routine vermittelt. „Eines ist sicher: Ich mag es morgens nicht hektisch", sagte Neri. Diese Einstellung spiegelt sich bis heute in seinem Tagesablauf wider – von der frühen Aufstehzeit bis hin zu einem klar strukturierten Arbeitsbeginn.

Nachrichten beim Rasieren, Büro vor 7 Uhr

Neri nutzt die Morgenstunden konsequent: Während er sich rasiert, informiert er sich über die aktuelle Nachrichtenlage – dafür hat er eigens einen Fernseher in seinem Badezimmer installiert. Bereits vor 7:00 Uhr morgens betritt er das Büro des Technologieunternehmens in Houston, das lediglich sieben Autominuten von seinem Zuhause entfernt liegt.

Wenn er nicht auf Reisen ist, verbringt Neri nach eigenen Angaben seine gesamte Arbeitszeit im Büro. „Wenn ich nicht auf Reisen bin, verbringe ich 100% der Zeit im Büro", betonte der CEO. Für ihn ist die physische Präsenz kein bloßes Symbol – sie hat einen konkreten Zweck: Er möchte für alle Mitarbeiter ansprechbar sein und schätzt die informellen Gespräche, die zwischen dem Parkplatz und seinem Schreibtisch entstehen.

Ingenieur mit Leidenschaft für Architektur und Kunst

Der studierte Ingenieur Neri ist nicht nur als Unternehmenslenker aktiv, sondern auch als gelegentlicher bildender Künstler. Darüber hinaus war er persönlich an der Innengestaltung des HPE-Gebäudes in Houston beteiligt – ein Engagement, das seine Leidenschaft für Gestaltung und Ästhetik unterstreicht. „Wenn ich noch einmal ganz von vorne anfangen würde, wäre ich Architekt geworden", verriet er.

Diese Kombination aus militärischer Disziplin, ingenieurwissenschaftlichem Denken und künstlerischer Ader zeichnet Neris Führungsstil aus. Für deutsche Privatanleger, die HPE im Blick haben, liefert der Einblick in den Alltag des CEOs ein plastisches Bild der Unternehmenskultur: Präsenz, Zugänglichkeit und Struktur stehen im Mittelpunkt – Werte, die auch für die strategische Ausrichtung des Technologiekonzerns prägend sein dürften.

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