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Hormus-Hoffnung rettet DAX: Ölpreis springt auf 108 Dollar

Hormus-Hoffnung rettet DAX: Ölpreis springt auf 108 Dollar

Die Rohstoffmärkte stehen im Mittelpunkt eines turbulenten Handelstages: Brent-Öl der Nordseesorte verteuerte sich um rund acht Prozent auf 108,13 Dollar je Barrel – ein drastischer Anstieg, der die anhaltende Unsicherheit rund um die Straße von Hormus widerspiegelt. Selbst nach einer möglichen Einigung könnte der Engpass bei der Ölversorgung noch lange nachwirken, da Transportkapazitäten und Lieferketten Zeit zur Erholung benötigen.

Für kurzfristige Entspannung sorgte eine Meldung aus Teheran: Der Iran verhandelt demnach mit dem Oman über eine gemeinsame Kontrolle der strategisch wichtigen Meerenge am Persischen Golf. Im Gespräch ist eine Art Mautsystem für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, bei dem sich beide Länder die Kontrolle teilen würden. Die Hoffnung auf ein Ende der Blockade ließ den DAX seine Verluste rasch eingrenzen – am Ende kletterte der deutsche Leitindex wieder klar über die Marke von 23.000 Punkte. Auch die US-Börsen reagierten mit leichten Gewinnen auf die Nachricht.

Zuvor hatte eine Rede von US-Präsident Donald Trump für erhebliche Verunsicherung an den Märkten gesorgt. Seine Ankündigung "extrem harter" Angriffe gegen den Iran hatte die Erholungsbewegung vom Vortag abrupt gestoppt und die Risikobereitschaft der Anleger merklich gedämpft.

Besonders unter Druck gerieten Aktien aus dem Halbleitersektor. Infineon führte die Verliererliste im DAX an. Anleger fürchten, dass ein anhaltender Konflikt mit knappen Ressourcen und unterbrochenen Lieferketten die chipintensive Industrie besonders hart trifft. ASML-Papiere verloren knapp fünf Prozent, Aixtron und Siltronic büßten rund vier Prozent ein. In Asien zeigte sich ein ähnliches Bild: TSMC-Aktien gaben in Taiwan drei Prozent nach. Der asiatische Raum ist von den Lieferausfällen am Persischen Golf besonders betroffen, da von dort nicht nur Öl, sondern auch Gas und Chemikalien in großen Mengen bezogen werden.

Die Ölallianz OPEC+ plant Insidern zufolge, bei einem Treffen am Sonntag eine Erhöhung der Förderquoten zu beschließen. Acht Mitglieder des Kartells sollen über diese Anhebung beraten – offenbar als Vorbereitung auf eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die dann steigende Nachfrage nach Transportkapazitäten.

Auch der Goldpreis steht unter Druck. Investoren rechnen damit, dass eine anhaltende Eskalation im Nahen Osten die Notenbanken zu Zinserhöhungen zwingen könnte – eine Perspektive, die das zinssensitive Edelmetall belastet.

Abseits der geopolitischen Schlagzeilen gibt es Bewegung im Übernahmekampf um die Commerzbank. Die italienische UniCredit hat eine außerordentliche Hauptversammlung für den 4. Mai angesetzt. Die Aktionäre sollen dann über eine Kapitalerhöhung abstimmen: Bis zu 470 Millionen neue Stammaktien sollen ausgegeben werden, um die Übernahme der Commerzbank zu finanzieren. Die UniCredit hatte den Commerzbank-Aktionären bereits Mitte März ein freiwilliges Angebot unterbreitet und will die Papiere mit eigenen Aktien bezahlen.

Ein scheinbar dramatischer Verlierer im DAX ist die Deutsche Telekom mit einem Minus von rund vier Prozent – dieser Rückgang ist jedoch optischer Natur. Die Aktie wird heute „Ex-Dividende

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