Hormel Foods verfehlt Quartalsumsatz wegen schwacher Verbrauchernachfrage
Sparsamere US-Konsumenten und steigende Rohstoffkosten belasten den Skippy-Hersteller im ersten Quartal 2025.

Hormel Foods hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 die Umsatzerwartungen der Analysten verfehlt. Der amerikanische Lebensmittelkonzern, bekannt für Marken wie Skippy-Erdnussbutter und verpackte Fleischprodukte, erzielte einen Quartalsumsatz von 3,03 Milliarden US-Dollar – und lag damit unter den von Analysten erwarteten 3,07 Milliarden Dollar. Hintergrund ist die zunehmende Sparsamkeit amerikanischer Verbraucher, die angesichts anhaltender Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit auf günstigere Alternativen ausweichen.
Besonders das Einzelhandelssegment des Unternehmens steht unter Druck. Das Absatzvolumen in diesem wichtigen Umsatzsegment sank im ersten Quartal um 6 Prozent – nach einem Rückgang von 4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Neben der schwächeren Verbrauchernachfrage belastet auch der strategische Rückzug aus margenschwachen Handelsmarken-Snack-Nussprodukten das Ergebnis. Hinzu kommt eine nachlassende Nachfrage nach Marken- und Eigenmarkenprodukten im Bereich verpackter Feinkost.
Hormel hatte im laufenden Geschäftsjahr die Preise angehoben, um steigende Rohstoffkosten für Rind- und Schweinefleisch aufzufangen. Diese Kostensteigerungen sind unter anderem auf Unsicherheiten rund um US-Importzölle zurückzuführen – ein Thema, das die gesamte amerikanische Lebensmittelindustrie beschäftigt.
Gewinn übertrifft Erwartungen – Jahresprognose bestätigt
Trotz des Umsatzrückgangs überraschte Hormel beim bereinigten Gewinn positiv: Das Unternehmen erzielte 34 Cent pro Aktie, während Analysten lediglich 32 Cent erwartet hatten. Dies zeigt, dass das Management trotz des Umsatzdrucks an der Kostenseite effektiv gearbeitet hat.
Die Jahresprognose für den Nettoumsatz 2026 bestätigte Hormel in einer Spanne von 12,2 bis 12,5 Milliarden US-Dollar – im Einklang mit der Markterwartung von 12,38 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird weiterhin zwischen 1,43 und 1,51 Dollar erwartet, verglichen mit Analystenschätzungen von 1,47 Dollar.
Im Februar verkaufte Hormel sein defizitäres Geschäft mit ganzen Truthähnen an Life-Science Innovations. Dieser Schritt ist nicht in der aktuellen Prognose berücksichtigt, wird den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2026 jedoch um rund 50 Millionen Dollar reduzieren – bei minimalen Auswirkungen auf den bereinigten Gewinn je Aktie.
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Hormel ist nicht das einzige Unternehmen, das mit der Kaufzurückhaltung amerikanischer Konsumenten kämpft. General Mills hatte Anfang Februar seine Jahresprognosen wegen schwächerer Nachfrage gesenkt. Fleischverarbeiter Tyson Foods hingegen meldete einen über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn, da die gestiegene Nachfrage nach Geflügelprodukten die hohen Verluste im Rindfleischgeschäft ausglich. Für deutsche Anleger verdeutlicht die Situation, wie stark US-Konsumgüterhersteller derzeit zwischen Kostendruckund preissensiblen Verbrauchern eingeklemmt sind.


