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Honda kündigt neuen Ridgeline Pickup für USA-Produktion an

Während der CR-V erstmals die US-Verkaufscharts anführt, bestätigt Honda die Rückkehr seines Pickup-Trucks ab 2028.

Honda kündigt neuen Ridgeline Pickup für USA-Produktion an

Honda Motor hat am Donnerstag bestätigt, dass eine neue Generation des Pickup-Modells Ridgeline in den USA produziert werden soll. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Zukunft des Midsize-Pickups zuletzt ungewiss war – Berichte über einen möglichen Produktionsstopp kursierten, da das Fahrzeug angeblich die kalifornischen Emissionsvorschriften nicht erfülle.

Konkret wird die Produktion des Ridgeline im Honda-Werk im US-Bundesstaat Alabama noch in diesem Jahr vorübergehend eingestellt. Die Montage soll jedoch innerhalb von zwei Jahren zurückkehren – voraussichtlich im Jahr 2028. Damit gibt Honda seinen Kunden und dem Markt ein klares Signal: Der Ridgeline hat eine Zukunft.

Robusterer Ridgeline geplant

Interessant ist dabei die mögliche Neuausrichtung des Fahrzeugs. Honda-Vertreter Woelfer lehnte zwar eine Stellungnahme dazu ab, ob die neue Generation auf einem traditionellen Leiterrahmen – dem sogenannten „Body-on-Frame"-Verfahren – basieren wird. Dieses Konstruktionsprinzip ist der Standard für die meisten in den USA gefertigten Pickup-Trucks. Der aktuelle Ridgeline hingegen basiert auf einer Pkw-Plattform, was ihm ein komfortables, aber weniger geländetaugliches Fahrverhalten verleiht.

Eine robustere Auslegung des Ridgeline könnte dazu beitragen, den Kundenkreis des Fahrzeugs deutlich zu vergrößern. Bislang ist der Pickup eher für sein komfortables Fahrverhalten bekannt – Geländegängigkeit ist nicht seine Stärke. Eine Annäherung an klassische Truck-Eigenschaften könnte neue Käuferschichten ansprechen.

Ridgeline weit hinter der Konkurrenz

Die Verkaufszahlen des Ridgeline verdeutlichen den Handlungsbedarf: Im ersten Halbjahr 2026 sank der Absatz um rund 3 Prozent. Seit 2021 verkauft Honda jährlich zwischen rund 41.000 und 52.000 Einheiten des Modells. Zum Vergleich: Der Segmentführer Toyota Tacoma kommt allein im Jahr 2025 auf mehr als 270.000 abgesetzte Einheiten – ein gewaltiger Unterschied, der zeigt, wie viel Potenzial Honda im Pickup-Segment noch ausschöpfen könnte.

Der Midsize-Pickup-Markt in den USA ist hart umkämpft. Neben dem Toyota Tacoma tummeln sich Modelle wie der Ford Ranger und der Chevrolet Colorado in diesem Segment. Für Honda ist es eine strategische Herausforderung, mit einem überarbeiteten Ridgeline Marktanteile zu gewinnen.

CR-V erstmals Nummer eins in den USA

Während der Ridgeline auf seine Neuauflage wartet, feiert Honda mit dem Kompakt-Crossover CR-V einen historischen Erfolg: Im ersten Halbjahr 2026 führte der CR-V erstmals überhaupt die US-Automobilverkäufe an. Der Absatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent.

Begünstigt wurde dieser Erfolg auch durch Schwäche bei der Konkurrenz: Sowohl die Ford F-Serie als auch der Toyota RAV4 – die den Markt in den vergangenen Jahren dominierten – kämpften mit Produktionsengpässen. Honda nutzte diese Lücke konsequent und schrieb damit ein Stück Unternehmensgeschichte auf dem wichtigen US-Markt.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Automobilsektors zeigt die Honda-Strategie, wie wichtig der US-Markt für japanische Hersteller bleibt. Die Kombination aus einem historischen CR-V-Erfolg und der langfristigen Absicherung des Ridgeline-Modells unterstreicht Hondas Bestreben, in Nordamerika breit aufgestellt zu bleiben.

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