Home Depot streicht 800 Stellen und beendet Homeoffice-Regelung
US-Baumarktkette reagiert auf schwache Umsätze mit Stellenabbau und verpflichtender Büropräsenz ab April.

Die US-Baumarktkette Home Depot hat am Mittwoch den Abbau von 800 Arbeitsplätzen bekannt gegeben. Gleichzeitig ordnete CEO Ted Decker eine Rückkehr zur Fünf-Tage-Bürowoche für alle Konzernmitarbeiter an. Die Maßnahmen sollen die "Geschwindigkeit und Agilität" des Unternehmens erhöhen.
Von den gestrichenen Stellen entfallen etwa 150 auf die Unternehmenszentrale in Atlanta. Die übrigen 650 Positionen betreffen Remote-Mitarbeiter, überwiegend aus der Technologieabteilung sowie einige aus anderen Corporate-Bereichen. Die neue Büropräsenzpflicht tritt in der Woche des 6. April in Kraft.
Reaktion auf schwache Geschäftsentwicklung
Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund enttäuschender Geschäftszahlen. Home Depot verfehlte die Gewinnerwartungen der Wall Street im dritten Quartal in Folge. Das Unternehmen kämpft mit einer schwächeren Nachfrage nach Heimwerkerbedarf, nachdem diese während der Corona-Pandemie stark gestiegen war.
Als Hauptgründe für die verhaltene Entwicklung nennt die Unternehmensführung hohe Hypothekenzinsen, wirtschaftliche Unsicherheit und die Zurückhaltung der Verbraucher bei größeren Projekten. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet Home Depot mit einem Umsatzplus von rund 3 Prozent. Die vergleichbaren Umsätze sollen leicht positiv ausfallen.
Aktie hinkt Markt hinterher
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Zur AktienanalyseAn der Börse spiegelt sich die Schwäche wider: Die Home-Depot-Aktie verlor im vergangenen Jahr etwa 10 Prozent an Wert. Zum Vergleich: Der S&P 500 legte im selben Zeitraum um 15 Prozent zu. Seit Jahresbeginn zeigt sich jedoch eine Erholung mit einem Plus von rund 9 Prozent, während der Gesamtmarkt nur knapp 2 Prozent zulegte.
Die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal will Home Depot am 24. Februar vorlegen. Analysten werden dann genau beobachten, ob die eingeleiteten Maßnahmen erste Wirkung zeigen. In seinem Memo an die Belegschaft betonte CEO Decker, die Veränderungen seien "essenziell, um unser Geschäft zu vereinfachen und unsere Energie auf die zukünftigen Prioritäten zu bündeln".


