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Hohe Dieselpreise treiben Obst- und Gemüsepreise in die Höhe

Steigende Kraftstoffkosten verteuern den Transport frischer Lebensmittel erheblich – und die Mehrkosten landen direkt beim Verbraucher.

Hohe Dieselpreise treiben Obst- und Gemüsepreise in die Höhe

Der Sellerie wird teurer – und der Grund dafür liegt nicht auf dem Feld, sondern an der Zapfsäule. Stefanie Katzman, Inhaberin eines Lebensmittelvertriebsunternehmens in New York, spürt die Folgen von Dieselpreisen in Höhe von 5,66 US-Dollar pro Gallone unmittelbar in ihrer Kalkulation. Frische Selleriestauden werden bei Landwirten in Kalifornien eingekauft und per Lkw fast 3.000 Meilen quer durch die USA transportiert – bis zum Hunts Point Produce Market in der Bronx, New York.

Diese Transportstrecke kostet Katzmans Unternehmen inzwischen 11.000 US-Dollar – satte 46 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die explodierenden Dieselkosten schlagen sich direkt in den Transportrechnungen nieder und setzen die gesamte Lieferkette für frische Lebensmittel unter Druck. Für deutsche Verbraucher ist die Situation vergleichbar: Auch hierzulande belasten hohe Energiepreise die Logistikkosten im Lebensmittelhandel.

Der Hunts Point Produce Market als Brennpunkt der Krise

Der Hunts Point Produce Market liegt auf einer Halbinsel, die in den East River ragt, und ist mit einer Fläche von drei Millionen Quadratfuß das größte Lebensmittelverteilzentrum der gesamten Vereinigten Staaten. Hier laufen täglich riesige Mengen an frischem Obst und Gemüse zusammen, bevor sie in die Supermärkte, Restaurants und Eckläden der Millionenmetropole New York verteilt werden. Auch dieser letzte Abschnitt der Lieferkette – vom Markt in die Stadt – verursacht weitere Dieselkosten.

Das Ergebnis: Eine einzelne Selleriestaude kostet den Endverbraucher im Eckladen rund 40 US-Cent mehr, als sie es ohne die gestiegenen Transportkosten würde. Dieser Aufschlag mag klein klingen, summiert sich aber über Millionen von Produkten und Einkäufen zu einer erheblichen Belastung für die Haushaltskassen.

Mehrere Krisen treffen die Lebensmittelbranche gleichzeitig

Der Hunts Point Markt ist laut dem Bericht zu einem Schauplatz geworden, an dem die Lebensmittelindustrie mit einer ganzen Reihe wirtschaftlicher Herausforderungen gleichzeitig kämpft. Neben den hohen Dieselpreisen belasten auch Zölle, finanziell unter Druck stehende Verbraucher sowie extremes Wetter die Branche. Die Kombination dieser Faktoren macht es für Händler und Distributoren zunehmend schwierig, Preise stabil zu halten.

Der Transport von Salat, Zitronen und anderen frischen Produkten von Anbauregionen wie Kalifornien an die Ostküste ist ein logistisches Rückgrat der amerikanischen Lebensmittelversorgung. Steigen die Kosten für diesen Transport, wirkt sich das zwangsläufig auf die Preise im Supermarkt aus – ein Mechanismus, der auch deutschen Verbrauchern aus der Hochinflationsphase der vergangenen Jahre bekannt ist.

Die Situation verdeutlicht, wie eng Energiepreise und Lebensmittelpreise miteinander verknüpft sind. Solange Diesel teuer bleibt, dürften auch Obst und Gemüse in den Regalen der Supermärkte kaum günstiger werden.

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