hkp wird Teil von Marsh McLennan
Übernahme stärkt internationale Präsenz und Expertise in der Personalberatung

Die Beratungsgesellschaft hkp wird Teil des US-Konzerns Marsh McLennan, nachdem Michael Kramarsch, der Gründer und CEO, beschlossen hat, die hkp group zu verkaufen. Kramarsch hat sich in den letzten 15 Jahren als eine bedeutende Größe in der deutschen Wirtschaft etabliert, indem er Vorstände und Aufsichtsräte in Fragen der Corporate Governance, Vergütung und Unternehmensführung beraten hat. Zu seinen besonderen Leistungen gehört die Veröffentlichung eines Rankings der Top-Verdiener im DAX, das bei vielen Führungskräften gefürchtet war. Zudem veranstaltete er regelmäßig Empfänge für die Personalerszene in der Frankfurter Oper.
Die Übernahme durch Mercer, eine Tochtergesellschaft von Marsh McLennan, verspricht, hkp Zugang zu einem erweiterten internationalen Netzwerk zu verschaffen. Der Kaufpreis bleibt vertraulich, jedoch wird erwartet, dass Mercer eine erhebliche Summe für die Beratungsgesellschaft investiert. Kramarsch hat gemeinsam mit seinen Partnern und Mitarbeitern die Entscheidung zur Übernahme getroffen, wobei alle hkp-Mitarbeiter zu Mercer wechseln sollen. Hkp, seit seiner Gründung im Jahr 2011, hat kontinuierlich expandiert und beschäftigt nun über 100 Mitarbeiter an Standorten in Frankfurt und Amsterdam. Die Hauptkonkurrenten sind in Deutschland unter anderem die Personalberatung Kienbaum.
Mercer, die über 25.000 Mitarbeiter weltweit verfügt, bietet Dienstleistungen in den Bereichen betriebliche Altersversorgung, Personaltransformation und Vergütung an. Der Zusammenschluss soll Mercer als führenden Anbieter für Personalverantwortliche in Deutschland positionieren, während hkp seine Expertise in der Beratung von Vorständen und Aufsichtsräten einbringt. Martin Haep, der Deutschland-Chef von Mercer, äußerte sich zuversichtlich, dass die beiden Unternehmen ideal zueinander passen.
Die Nachfrage nach Beratungsleistungen im Personalbereich hat in den letzten Jahren zugenommen, bedingt durch Themen wie Automatisierung, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Compliance und Corporate Governance. Marsh McLennan verzeichnete im Jahr 2023 ein Wachstum von etwa zehn Prozent und steigerte den Aktienkurs deutlich. Die Marktanalyse zeigt, dass immer mehr DAX-Konzerne einen eigenen Personalvorstand haben, wodurch sich der Beratungsbedarf erhöht hat.
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Zur AktienanalyseKramarsch wird zunächst Mitglied der Geschäftsleitung von Mercer Deutschland und verantwortet die Integration von hkp. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass er sich mittelfristig zurückziehen könnte, da ihm keine neue Top-Position im Konzern angeboten wurde. Zudem ist Kramarsch als Investor im HR-Start-up-Sektor aktiv und hat mehrere Initiativen zur Förderung verantwortungsvoller digitaler Lösungen in der Personalarbeit mitgegründet.

