Hitzewellen fordern über 2.700 Todesopfer in England und Wales
Forscher schätzen die hitzebedingten Todesfälle dieses Sommers – der Klimawandel trägt maßgeblich dazu bei.

Die Hitzewellen des diesjährigen Sommers haben in England und Wales Schätzungen zufolge bereits mehr als 2.700 Menschenleben gefordert. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie hervor, die von Forschern des Imperial College London, des britischen Wetterdienstes Met Office sowie der London School of Hygiene and Tropical Medicine gemeinsam erarbeitet wurde. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende gesundheitliche Bedrohung durch extreme Hitze in Europa.
Die Wissenschaftler machen dabei den Klimawandel als entscheidenden Treiber aus. Demnach trieb der menschengemachte Klimawandel die Temperaturen um 3 bis 4 Grad Celsius höher, als sie es unter natürlichen Bedingungen gewesen wären. Dieser Effekt sei, isoliert betrachtet, für mehr als 40 Prozent der verzeichneten Todesfälle verantwortlich, so die Forscher.
Klimawandel als entscheidender Faktor
Die Studie verdeutlicht, wie stark der Klimawandel bereits heute konkrete und messbare Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hat. Mehr als zwei Fünftel der Todesopfer wären demnach ohne die durch den Klimawandel verursachte zusätzliche Erwärmung möglicherweise noch am Leben. Dies macht die Hitzewellen zu einem der gefährlichsten direkten Folgeeffekte des globalen Temperaturanstiegs.
Für deutsche Leser ist diese Entwicklung von besonderer Relevanz: Auch Deutschland ist in den vergangenen Jahren wiederholt von extremen Hitzewellen betroffen worden. Studien haben gezeigt, dass hitzebedingte Todesfälle in ganz Mittel- und Westeuropa zunehmen. Die britischen Zahlen liefern damit einen weiteren Beleg dafür, dass der Klimawandel nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein gravierendes gesundheitspolitisches Problem darstellt.
Renommierte Forschungsinstitutionen hinter der Studie
Die Untersuchung wurde von drei renommierten britischen Institutionen durchgeführt: dem Imperial College London, dem Met Office – dem nationalen Wetterdienst Großbritanniens – sowie der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Die Kombination aus klimatologischer und epidemiologischer Expertise verleiht den Ergebnissen besonderes Gewicht.
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Zur AktienanalyseDie Erkenntnisse reihen sich in eine wachsende Zahl internationaler Studien ein, die den direkten Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und erhöhter Sterblichkeit belegen. Hitzewellen gelten in der Forschung als eine der tödlichsten Naturkatastrophen überhaupt – mit Auswirkungen, die oft unterschätzt werden, weil sie weniger sichtbar sind als etwa Überschwemmungen oder Stürme.
Die Veröffentlichung der Studie fällt in eine Zeit, in der politische Entscheidungsträger in ganz Europa zunehmend unter Druck stehen, wirksame Hitzeschutzpläne zu entwickeln und die Klimaschutzmaßnahmen zu verschärfen.


