Hilton hebt Jahresprognose an – WM und Reisenachfrage als Treiber
Hilton Worldwide steigert Umsatzprognose dank starker Reisenachfrage, trotz Einbruch im Nahen Osten und fallender Aktie.

Hilton Worldwide Holdings hat seine Prognose für das Umsatzwachstum pro Zimmer im laufenden Geschäftsjahr angehoben. Als Treiber nennt der Hotelkonzern eine steigende Reisenachfrage sowie den positiven Impuls durch die kürzlich abgeschlossene FIFA-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Wohlhabendere Haushalte investieren trotz anhaltender Inflation weiterhin in Luxuserlebnisse – ein Trend, von dem Hilton profitiert.
Der Hotelbetreiber mit Sitz in McLean, Virginia, erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein RevPAR-Wachstum zwischen 3% und 3,5%. Die bisherige Prognose lag bei 2% bis 3%. RevPAR – der Erlös pro verfügbarem Zimmer – ist eine zentrale Kennzahl der Hotelbranche, die sowohl den durchschnittlichen Tagespreis als auch die Auslastung widerspiegelt.
Starke Quartalszahlen trotz regionaler Schwäche
Im zweiten Quartal, das am 30. Juni endete, erzielte Hilton einen Gesamtumsatz von 3,34 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 6,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt leicht über den Analystenerwartungen von 3,33 Milliarden US-Dollar. Auf bereinigter Basis verdiente das Unternehmen 2,29 US-Dollar pro Aktie – nach 2,20 US-Dollar im Vorjahr und im Einklang mit den Schätzungen der Analysten laut Daten von LSEG.
Der Erlös pro verfügbarem Zimmer stieg im zweiten Quartal in allen Segmenten, darunter Luxus-, Mittelklasse- und Budget-Hotels. Die FIFA-Weltmeisterschaft kurbelte dabei den Tourismus in der Gastgeberregion sowie die Preisgestaltung der Hotelbetreiber während des Quartals spürbar an. Hilton erklärte, dass der aktualisierte Ausblick potenzielle Vorteile aus dem Turnier für die Ergebnisse des dritten Quartals berücksichtige.
Naher Osten belastet, zweite Jahreshälfte mit Unsicherheiten
Ein deutlicher Schatten fällt auf die Region Naher Osten und Afrika: Der Zimmerumsatz dort brach um 29,5% ein. Langwierige Konflikte in der Region, die nun bereits den fünften Monat andauern, dämpfen die Reisenachfrage erheblich. Dies sorgt für Unsicherheit im Hinblick auf die zweite Jahreshälfte.
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Zur AktienanalyseFür das vierte Quartal rechnet Hilton zudem mit Belastungen durch sogenannte „ungünstige Kalendereffekte" sowie die anstehenden Zwischenwahlen in den USA. Jefferies-Analyst David Katz kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Das Übertreffen der Erwartungen und die Anhebung der Prognose spiegeln weiterhin die Stärke des Geschäftsmodells wider, obwohl die Kalenderverschiebungen und Nachfragetrends in der Prognose für das zweite Halbjahr angesichts der jüngsten Schwäche in den letzten 40 Tagen neutral für die Aktie sein dürften."
Die Reaktion an der Börse fiel dennoch verhalten aus: Die Hilton-Aktie verlor im morgendlichen Handel rund 4%. Investoren scheinen die Unsicherheiten rund um die zweite Jahreshälfte stärker zu gewichten als die positiven Quartalsergebnisse und die angehobene Jahresprognose.


