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Hensoldt profitiert von Europas neuer Aufrüstungsdynamik

Steigende Verteidigungsausgaben lassen Aufträge und Gewinne des Rüstungskonzerns wachsen

Hensoldt profitiert von Europas neuer Aufrüstungsdynamik

Der deutsche Rüstungskonzern Hensoldt verzeichnet im laufenden Geschäftsjahr ein deutliches Wachstum. Das Unternehmen aus Taufkirchen bei München profitiert spürbar von den gestiegenen Verteidigungsausgaben in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Nach Angaben des Konzerns stieg der Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Jahres auf 2,02 Milliarden Euro, verglichen mit 1,86 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz erhöhte sich auf 1,54 Milliarden Euro nach zuvor 1,38 Milliarden Euro.

Beide Unternehmensbereiche, Sensors und Optronics, trugen zum Umsatzplus bei. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte auf 211 Millionen Euro zu, nachdem es im Vorjahr 187 Millionen Euro betragen hatte. Die bereinigte Ebitda-Marge blieb mit 13,7 Prozent nahezu stabil. Nach Einschätzung von Unternehmenschef Oliver Dörre ist der Aufwärtstrend vor allem eine Folge der sogenannten „Zeitenwende 2.0“, die zunehmend konkrete Auswirkungen auf die Rüstungsindustrie zeige.

Die erhöhte Nachfrage nach Verteidigungstechnologie führt nicht nur zu vollen Auftragsbüchern, sondern auch zu einer wachsenden Auslastung der Produktionsstandorte. Hensoldt ist an zahlreichen militärischen Großprojekten beteiligt, darunter auch an der Ausstattung von F-35-Kampfflugzeugen mit speziellen Radarsystemen. Diese Projekte tragen zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit bei und sichern dem Konzern stabile Einnahmen über mehrere Jahre hinweg.

Bereits vor zwei Wochen hatte Hensoldt seine Prognose für den Auftragseingang angehoben. Das Unternehmen rechnet nun damit, dass dieser zwischen 60 und 90 Prozent über dem Umsatz liegen wird. Damit bestätigt sich der anhaltende Trend einer intensiveren Aufrüstungspolitik in Europa, die den Bedarf an moderner Sensorik und Aufklärungstechnik weiter steigen lässt.

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