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Henkel steigert Umsatz und hebt Prognose deutlich an

Starkes Klebstoffgeschäft treibt Henkel an – der Konzern übertrifft die Erwartungen und schraubt seinen Ausblick nach oben.

6. August 2026 2 Min
Henkel steigert Umsatz und hebt Prognose deutlich an

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Halbjahr trotz schwacher Verbraucherstimmung sowohl seinen organischen Umsatz als auch seinen Gewinn gesteigert. Besonders das Klebstoffgeschäft erwies sich als Wachstumsmotor. Auf dieser Basis hob Henkel am Donnerstag seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.

Konzernchef Carsten Knobel zeigte sich zufrieden: „Die Verbesserung unseres organischen Umsatzwachstums war erneut durch beide Unternehmensbereiche getragen." Damit meinte er sowohl das Klebstoffsegment als auch das Geschäft mit Haarpflege- und Waschmitteln. Der Hersteller bekannter Marken wie Loctite, Persil und Schwarzkopf erzielte ein organisches Umsatzplus von 3,2 Prozent auf rund 10,3 Milliarden Euro.

Preiserhöhungen im Klebstoffbereich stützten das Wachstum zusätzlich – ein Effekt steigender Rohstoffkosten. Im Konsumgüterbereich hingegen gestaltet sich die Preisdurchsetzung schwieriger. Angesichts der gedämpften Kauflaune der Verbraucher sei es bei Kosmetika und Waschmitteln deutlich schwerer, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen, erklärte Knobel. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) belief sich auf 1,62 Milliarden Euro – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro. Beide Kennzahlen bewegten sich im Rahmen der Analystenerwartungen.

Angehobene Prognose beflügelt die Aktie

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Henkel nun ein organisches Umsatzwachstum zwischen 1,5 und 3,5 Prozent – zuvor hatte der Konzern eine Spanne von einem bis drei Prozent in Aussicht gestellt. Für die Klebstoffsparte wurde die Prognose ebenfalls nach oben korrigiert: Statt bisher einem bis drei Prozent soll das organische Umsatzwachstum nun zwei bis vier Prozent betragen. Die übrigen Prognosen bestätigte Knobel unverändert.

An der Börse kam der neue Ausblick gut an. Die Henkel-Aktie legte am Vormittag um über drei Prozent zu. Für Privatanleger ist das ein klares Signal: Der Markt honoriert die operative Stärke und die erhöhte Zuversicht des Managements.

Konzernumbau zeigt Wirkung

Knobel sieht im Wachstum auch eine direkte Folge der laufenden Unternehmenstransformation. Das Ergebnis sei „ein Beleg dafür, dass die Transformation von Henkel erfolgreich ist", betonte er. Konkret hatte der Konzernchef das Kosmetik- mit dem Waschmittelgeschäft zusammengeführt, um Kosten zu senken und das Wachstum zu beschleunigen.

Darüber hinaus hat Henkel in den vergangenen Monaten kräftig zugekauft und rund fünf Milliarden Euro in Akquisitionen investiert. Diese Zukäufe sollen im laufenden Jahr rund 700 Millionen Euro zum Umsatz beisteuern – und bis 2030 sogar rund zwei Milliarden Euro. Knobel betonte zudem, dass Henkel weiterhin finanziellen Spielraum für weitere Übernahmen besitze. Ins zweite Halbjahr sei der Konzern gut gestartet.

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