Henkel-Aktie: Expansionskurs mit 3-Milliarden-Potenzial
Der DAX-Konzern Henkel startet eine Übernahmewelle im Milliardenbereich. Mit strategischen Zukäufen in Klebstoffen und Beauty könnte der Umsatz auf 25 Milliarden Euro steigen – doch die Börse bleibt skeptisch.

Henkel befindet sich auf einem ambitionierten Expansionskurs. Der Düsseldorfer Konzern hat mit ATP Adhesive Systems aus der Schweiz einen wichtigen Akteur im Bereich wasserbasierter Klebstoffe übernommen. ATP bedient eine breite Kundenbasis in Schlüsselindustrien wie Automotive, Elektronik, Medizintechnik und Bau – allesamt Branchen mit hohen Wachstumsraten.
Strategische Zukäufe in Kernmärkten
Besonders interessant: ATP ist stark in Europa und Nordamerika vertreten, den beiden wichtigsten Absatzmärkten für Henkel. Die Übernahme passt perfekt in die Strategie, das profitable Klebstoffgeschäft weiter auszubauen. Parallel laufen Gespräche mit der niederländischen Stahl Holdings, die Henkel im lukrativen Segment Beschichtungen und Oberflächentechnologie verstärken würde.
Beauty-Offensive in den USA
Auch im Beautybereich könnte sich etwas bewegen. In den USA kursieren Gerüchte über ein mögliches Interesse an Olaplex, einem erfolgreichen Shampoohersteller. Eine solche Akquisition würde Henkels Position im hochmargigen Premium-Beauty-Segment deutlich stärken.
Kartellrechtliche Hürden bei Pittsburgh Paint
Nicht alle Übernahmepläne verlaufen reibungslos. Bei der geplanten Akquisition von Pittsburgh Paint, einem amerikanischen Farben- und Klebstoffhersteller, haben die Kartellbehörden Bedenken angemeldet. Ob und in welcher Form der Deal zustande kommt, ist derzeit noch offen.
Umsatzziel: 25 Milliarden Euro
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Zur AktienanalyseDas Gesamtvolumen der Expansionsoffensive beläuft sich auf über drei Milliarden Euro. Rechnerisch könnte Henkel damit mittelfristig einen Umsatz von 25 Milliarden Euro erreichen. Das wäre eine Wachstumsdynamik, wie sie der Konzern zuletzt zwischen 2009 und 2017 zeigte – damals gehörte die Henkel-Aktie zu den DAX-Champions.
Analystenskepsis bietet Chancen
Interessant für Anleger: Banken rechnen für 2028 nur mit rund 22 Milliarden Euro Umsatz. Diese konservative Einschätzung deutet auf erhebliches Aufholpotenzial hin. Sollte Henkel seine Übernahmestrategie erfolgreich umsetzen, könnte die Aktie von dieser Unterschätzung profitieren. Die aktuellen Bewertungen spiegeln die Wachstumsperspektiven noch nicht vollständig wider.


