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HelloFresh unter Verdacht der Kinderarbeit in den USA

Ermittlungen gegen Zeitarbeitsfirma und Börsensturz belasten den Essenslieferanten

HelloFresh unter Verdacht der Kinderarbeit in den USA

Die Vereinigten Staaten haben Ermittlungen gegen die US-Tochter des Essenslieferanten HelloFresh eingeleitet. Der Anlass für diese Untersuchungen sind Vorwürfe über die mögliche Beschäftigung minderjähriger Migranten. HelloFresh bestätigte am Montag, dass ein entsprechender Bericht des US-Senders ABC News vorliege. Der deutsche Mutterkonzern des Unternehmens, der auch den Fertiggerichte-Anbieter Factor75 umfasst, betonte, dass weder HelloFresh noch Factor75 die mutmaßlich minderjährigen Arbeiter direkt eingestellt oder beschäftigt hätten.

Laut HelloFresh waren die betroffenen Personen bei der Zeitarbeitsfirma Midway Staffing angestellt, gegen die ebenfalls ermittelt wird. In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass man die Zusammenarbeit mit der fraglichen Firma umgehend beendet habe, nachdem die Vorwürfe bekannt wurden. Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen wurden von HelloFresh nicht bekannt gegeben. Der Vorfall hatte jedoch spürbare Auswirkungen auf die Börse: Die Aktie des Unternehmens verlor zeitweise fast elf Prozent ihres Wertes. Es war der größte Kursrückgang, den HelloFresh in den vergangenen neun Monaten verzeichnete.

Auch Midway Staffing reagierte auf die Vorwürfe und wies diese entschieden zurück. Die Zeitarbeitsfirma erklärte, dass sie eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeite und alle geforderten Dokumente dem US-Arbeitsministerium zur Verfügung gestellt habe. Dennoch bleibt unklar, wie weit die Ermittlungen fortgeschritten sind und welche Konsequenzen sich für die betroffenen Unternehmen ergeben könnten.

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