ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Hella senkt Geschäftserwartungen für 2024

Schwieriges Umfeld und Fokus auf China und Amerika

Hella senkt Geschäftserwartungen für 2024

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella sieht sich gezwungen, seine Geschäftserwartungen für das laufende Jahr erneut zu senken und den Sparkurs zu verschärfen. Für das Jahr 2024 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 7,9 bis 8,1 Milliarden Euro, was maximal dem Niveau des Vorjahres entspricht. Die operative Umsatzrendite wird mit 5,5 bis 6,0 Prozent voraussichtlich unter dem Vorjahreswert von 6,1 Prozent liegen, wie die Lippstädter Tochter des französischen Autozulieferers Forvia am Donnerstag mitteilte. Daraus ergibt sich ein prognostizierter Gewinn zwischen 435 und 485 Millionen Euro, während im Vorjahr noch ein Gewinn von 486 Millionen Euro erzielt wurde.

Bereits im Juli hatte sich Hella nur noch die untere Hälfte der damaligen Umsatz- und Renditespanne zugetraut, doch nun markiert der untere Rand dieser Spanne sogar die Obergrenze der neuen Prognose. Diese Entwicklung reflektiert die schwierigen Rahmenbedingungen, mit denen die Autoindustrie aktuell zu kämpfen hat. Der Vorstandsvorsitzende von Hella, Bernard Schäferbarthold, betonte, dass das Umfeld seit Beginn des Jahres anspruchsvoll sei. Insbesondere seit Mitte des Jahres habe sich die Lage jedoch stärker verschlechtert als erwartet, was sich belastend auf Umsatz und Gewinn auswirke.

Angesichts dieser Entwicklungen plant Hella, den Fokus verstärkt auf das Geschäft mit Kunden in Amerika und China zu legen. In diesen Regionen stammen bereits zwei Drittel des Auftragseingangs im laufenden Jahr. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen hier ein erhebliches Wachstumspotenzial sieht, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Schäferbarthold kündigte an, das Engagement in diesen Märkten weiter auszubauen, um die Auswirkungen der schwächelnden Automobilindustrie abzufedern.

Zugleich soll in Europa das Sparprogramm beschleunigt werden. Geplant sind strukturelle Anpassungen im europäischen Netzwerk sowie eine genauere Prüfung der Investitionen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Darüber hinaus setzt Hella auf Synergien innerhalb des Forvia-Konzerns, um das Unternehmen für die Zukunft besser aufzustellen. Diese Veränderungen sollen bereits im kommenden Jahr zu einer Verbesserung der operativen Rendite führen.

Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich Hella in einem herausfordernden Marktumfeld befindet und entschlossen ist, durch gezielte Maßnahmen in den globalen Märkten sowie durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen in Europa seine Position zu stärken und wettbewerbsfähig zu bleiben.

HellaGewinneinbruch Finanzen

Disclaimer