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Shell passt Tankstellenbetrieb in Indonesien an

Lieferengpässe und staatliche Vorgaben zwingen zu kürzeren Öffnungszeiten und weniger Personal

Shell passt Tankstellenbetrieb in Indonesien an

Shell hat angekündigt, die Betriebszeiten und die Personalstärke an einigen seiner Tankstellen in Indonesien anzupassen. Grund sind Lieferengpässe bei bestimmten Kraftstoffsorten, die seit Ende August auftreten. Das Unternehmen erklärte, dass an Standorten, an denen nicht das vollständige Sortiment an Benzinprodukten verfügbar ist, sowohl die Öffnungszeiten gekürzt als auch die Einsatzpläne der Mitarbeiter verändert werden. Genaue Angaben darüber, wie viele Beschäftigte von den Maßnahmen betroffen sind, machte Shell nicht.

Neben Shell meldete auch BP-AKR, der Betreiber der BP-Tankstellen in Indonesien, Versorgungsprobleme bei einzelnen Kraftstoffprodukten. Beide Unternehmen verkaufen ausschließlich nicht subventionierte Kraftstoffe. Ihr Marktanteil ist im Vergleich zu dem der staatlich kontrollierten Pertamina relativ gering. Dennoch führt eine steigende Nachfrage seit einigen Wochen zu Engpässen.

Hintergrund dieser Entwicklung ist eine Kombination aus staatlichen Maßnahmen und internen Problemen bei Pertamina. Einschränkungen beim Verkauf von subventionierten Kraftstoffen haben dazu beigetragen, dass Verbraucher stärker auf die nicht subventionierten Angebote privater Anbieter ausweichen. Gleichzeitig sorgt eine laufende Korruptionsermittlung bei Pertamina für zusätzliche Unsicherheit im Markt. Die Folge ist, dass die Lagerbestände bei Shell und BP-AKR schneller als üblich abnehmen und die Unternehmen ihre Abläufe neu organisieren müssen.

Die indonesische Regierung hat unterdessen klargestellt, dass private Anbieter keine zusätzlichen Importquoten erhalten werden. Energieminister Bahlil Lahadalia erklärte, die Quoten seien im Vergleich zum Vorjahr bereits um zehn Prozent erhöht worden. Wer mehr benötige, müsse mit Pertamina zusammenarbeiten, da das Staatsunternehmen die Interessen der Regierung vertrete. Auf Nachfragen zu den Auswirkungen der Engpässe auf die Mitarbeiter von Shell ging der Minister nicht ein.

Ein hochrangiger Beamter des Energieministeriums, Laode Sulaeman, erklärte, dass die privaten Kraftstoffhändler bislang noch nicht damit begonnen hätten, Treibstoff von Pertamina zu beziehen. Man befinde sich derzeit in internen Prüfungen, wie eine solche Zusammenarbeit konkret ausgestaltet werden könne. Währenddessen bleibt die Versorgungslage angespannt, und die betroffenen Unternehmen sind gezwungen, ihre Organisation vorübergehend zu verschlanken, um die Nachfrage nach den knappen Produkten so effizient wie möglich zu bewältigen.

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