Helios Towers hebt Prognose nach starken Q2-Zahlen erneut an
Der Funkmastbetreiber übertrifft Konsensschätzungen deutlich und erhöht seinen Gewinnausblick für 2026 und 2027.

Helios Towers Plc hat im zweiten Quartal 2026 mit einem Zuwachs von 1.105 Mietverhältnissen die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Die Konsensschätzung lag laut einem Research-Bericht von Jefferies bei lediglich 487 Neuzugängen – das Unternehmen lieferte damit mehr als doppelt so viele neue Mietverhältnisse wie erwartet.
Auf Basis dieser starken operativen Entwicklung hob Helios Towers seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 um 5 Millionen US-Dollar an. Noch deutlicher fällt die Anhebung für das Folgejahr aus: Der Ausblick für 2027 wurde um mehr als 10 Millionen US-Dollar nach oben korrigiert. Dies signalisiert, dass das Management von einer nachhaltigen Wachstumsdynamik überzeugt ist.
Starkes Wachstum bei Standorten und Kollokationen
Im Quartalsverlauf fügte Helios Towers insgesamt 278 neue Standorte hinzu. Darüber hinaus verzeichnete das Unternehmen 827 neue Kollokationen – also Fälle, in denen mehrere Mobilfunkbetreiber dieselbe Infrastruktur gemeinsam nutzen. Kollokationen gelten in der Branche als besonders profitables Wachstumssegment, da sie die bestehende Infrastruktur effizienter auslasten, ohne proportional höhere Kosten zu verursachen.
Das Wachstum wurde maßgeblich von zwei Märkten getragen: Tansania und die Demokratische Republik Kongo erwiesen sich als die stärksten Wachstumstreiber im Berichtsquartal. Beide Länder gehören zu den bevölkerungsreichsten Märkten in Sub-Sahara-Afrika und weisen weiterhin erheblichen Nachholbedarf bei der Mobilfunkinfrastruktur auf.
Helios Towers im Überblick
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Zur AktienanalyseHelios Towers ist ein führender unabhängiger Betreiber von Funktürmen und Telekommunikationsinfrastruktur in Afrika und dem Nahen Osten. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Mobilfunkmasten zu errichten oder zu erwerben und diese anschließend an mehrere Mobilfunkbetreiber zu vermieten. Dieses sogenannte Tower-Sharing-Modell ist kapitaleffizient und profitiert von der wachsenden Nachfrage nach mobiler Konnektivität in Schwellenländern.
Für deutsche Privatanleger ist Helios Towers ein Beispiel für ein Unternehmen, das von der fortschreitenden Digitalisierung in afrikanischen Wachstumsmärkten profitiert. Die erneute Anhebung der Jahresprognose – bereits zum wiederholten Mal – unterstreicht die operative Stärke des Unternehmens und die Robustheit der Nachfrage nach Telekommunikationsinfrastruktur in seinen Kernmärkten.


