Helaba verliert IT-Vorstand Christian Rhino
Abgang und weitere Veränderungen im Führungsgremium der Landesbank stehen bevor.

Christian Rhino wird die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) nach vier Jahren im Sommer 2025 verlassen. Dies teilte die Bank am Montagnachmittag mit. Rhino, der als Chief Information und Chief Operating Officer fungiert, war im Sommer 2020 von der Commerzbank zur Helaba gewechselt. Sein Abgang erfolgt auf eigenen Wunsch mit dem Ende seines Vertrags am 31. Juli kommenden Jahres. Die Helaba steht nun vor der Aufgabe, einen neuen IT-Vorstand zu finden, da Rhino in seiner Rolle wesentlich zur Modernisierung der IT-Infrastruktur beigetragen hat, insbesondere durch das noch nicht abgeschlossene Projekt "Atlas".
Neben dem Abgang von Rhino steht eine weitere Veränderung im Führungsgremium der Bank bevor. Frank Nickel, derzeit für das Geschäft mit den Sparkassen zuständig, wird im Sommer 2025 in den Ruhestand gehen. Der 64-Jährige war ebenfalls von einer Sparkasse zur Helaba gekommen und soll durch Frank Dehnke ersetzt werden, der momentan als Vorstand der Sparkasse Oberhessen tätig ist. Dieser Wechsel steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die nationale und europäische Bankenaufsicht, da die Helaba direkt von der Europäischen Zentralbank (EZB) überwacht wird.
Die Helaba, die drittgrößte Landesbank Deutschlands nach der LBBW aus Stuttgart und der BayernLB aus München, hat sich stark im Bereich der Immobilienfinanzierung engagiert. 2023 war sie erheblich von den Problemen am Gewerbeimmobilienmarkt betroffen, was zu einer Erhöhung der Risikovorsorge um etwa 560 Millionen Euro führte. Trotz dieser Herausforderungen erzielte die Bank einen Rekordgewinn, angetrieben durch die Frankfurter Sparkasse, eine Tochtergesellschaft der Helaba. Dieser Erfolg war auch den Zinserhöhungen der EZB zu verdanken, von denen die Helaba wie viele andere Banken profitierte.
Die Helaba steht unter der Leitung von Thomas Groß, der seit 2020 Vorstandsvorsitzender ist und dem Vorstand bereits seit 2012 angehört. Die Landesbank gehört zu fast 70 Prozent den Sparkassen in Hessen und Thüringen, mit weiteren Anteilen, die von anderen Sparkassen sowie den Ländern Hessen und Thüringen gehalten werden. Die Bank hat in den letzten Jahren trotz schwieriger Marktbedingungen ihre Position behaupten können, auch durch strategische Anpassungen und eine enge Zusammenarbeit mit ihren Sparkassenpartnern.
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Zur AktienanalyseDiese Entwicklungen zeigen, wie die Helaba trotz personeller Veränderungen und Marktvolatilität weiterhin auf Kurs bleibt, um ihre Rolle als eine der führenden Landesbanken in Deutschland zu festigen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Nachfolge für Rhino und Nickel zu regeln und die laufenden Projekte erfolgreich abzuschließen.


