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Helaba plant Milliarden-Gewinn trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten

Deutschlands drittgrößte Landesbank setzt auf Wachstum im Immobilien- und Infrastruktursektor

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Helaba plant Milliarden-Gewinn trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Deutschlands drittgrößte Landesbank, hat ambitionierte Ziele und plant, ab 2027 einen jährlichen Vorsteuergewinn von einer Milliarde Euro zu erzielen. Diese Entscheidung fiel trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen, die Deutschland als Standort derzeit betreffen, und einem global unsicheren Umfeld. Helaba-Chef Thomas Groß gab diese Zielsetzung bekannt und erklärte, dass die Bank mittelfristig ihre Erträge deutlich steigern wolle. Der Fokus soll unter anderem auf die Stärkung des Immobiliengeschäfts gelegt werden, das zuletzt Verluste hinnehmen musste.

Im Jahr 2023 hatte die Helaba einen Vorsteuergewinn von 770 Millionen Euro erzielt, den bisher höchsten in der Geschichte des Unternehmens. Im Vergleich zur Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und BayernLB, die beide 1,4 Milliarden Euro vor Steuern verdienten, liegt das Gewinnziel der Helaba jedoch darunter. Die Bank sieht sich jedoch gut aufgestellt, um trotz sinkender Zinsen in der Euro-Zone und der schwierigen Wirtschaftslage in Deutschland ihre gesteckten Ziele zu erreichen.

Die Helaba plant, ihre Kreditvergabe im Bereich der energetischen Sanierung und im Wohnbau zu erweitern, um den hohen Bedarf an Wohnraum und Investitionen in die energetische Erneuerung zu decken. Dieser Bedarf soll helfen, das Immobiliengeschäft, das 2023 Verluste von 240 Millionen Euro verzeichnete, zu revitalisieren. Auch erwägt die Bank strategische Zukäufe und Partnerschaften, um ihr Wachstum anorganisch zu stärken. Groß erklärte, dass die Helaba offen für Kooperationen sei, um ihr Geschäft weiter auszubauen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein weiterer Wachstumsbereich liegt im Segment der Infrastrukturfinanzierungen und im Zahlungsverkehr. Die steigende Nachfrage nach bargeldlosen Zahlungen und Vermögensverwaltungsdiensten, vor allem im Bereich wohlhabender Privatkunden, bietet hier neue Chancen. Die Frankfurter Bankgesellschaft, eine Tochtergesellschaft der Helaba, spielt hierbei eine zentrale Rolle im Private-Banking-Sektor.

Die Eigentümerstruktur der Helaba hat sich zuletzt verändert. Die Sparkassen aus Hessen und Thüringen, die Mehrheitseigentümer der Bank sind, haben ihren Anteil an der Helaba von 69 auf 50 Prozent reduziert. Grund für diese Anpassung ist eine Umstrukturierung, die das Land Hessen auf Drängen der Bankenaufsicht durchführte, um die Beteiligung an die regulatorischen Anforderungen anzupassen.

Trotz des aktuellen Zinsrückgangs bleibt die Helaba optimistisch und geht davon aus, dass die Nachfrage nach Krediten für Infrastruktur- und Wohnbauprojekte bestehen bleibt. So sieht das Management der Landesbank weiterhin Potenzial, das Immobiliengeschäft zu stärken und die strategischen Ziele bis 2027 erfolgreich umzusetzen.

HelabaGewinneBankensektorFinanzen

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