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Heizungsgesetz: Was Hauseigentümer jetzt unbedingt wissen müssen

Sanierungsstau bei Millionen Immobilien – das neue Heizungsgesetz zwingt Eigentümer zum Handeln.

Heizungsgesetz: Was Hauseigentümer jetzt unbedingt wissen müssen

Das neue Heizungsgesetz stellt Hauseigentümer in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen. Wer eine alte Gas- oder Ölheizung betreibt, muss sich früher oder später mit einer kostspieligen Umrüstung auseinandersetzen. Besonders in Mehrfamilienhäusern gestaltet sich die Entscheidungsfindung oft schwierig.

Ein typisches Beispiel liefert der Fall des Hamburger IT-Unternehmers Nicolaus Thiele-Dohrmann. In seinem Acht-Parteien-Haus im Hamburger Vorort Wedel hat sich ein erheblicher Sanierungsstau angesammelt. Die alte Gasheizung hätte längst ersetzt werden sollen – doch die Miteigentümer entschieden sich 2022 gegen eine Wärmepumpe und ließen die Gastherme stattdessen für rund 10.000 Euro reparieren.

Wärmepumpe vs. Reparatur: Die Kostenfrage entscheidet

Das Beispiel zeigt ein grundlegendes Dilemma vieler Eigentümergemeinschaften: Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe sind kurzfristig deutlich höher als eine Reparatur der bestehenden Anlage. Langfristig jedoch können steigende CO₂-Abgaben auf fossile Brennstoffe die Betriebskosten alter Heizungen erheblich verteuern. Für Privatanleger, die in Immobilien investiert haben, ist diese Abwägung auch eine Frage des Werterhalts ihrer Anlage.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt vor, dass neu eingebaute Heizungen künftig zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Bestandsheizungen dürfen grundsätzlich weiter betrieben und auch repariert werden – solange sie funktionieren. Doch die regulatorischen Anforderungen werden schrittweise verschärft.

Was Eigentümer jetzt konkret tun sollten

Für Hauseigentümer und Immobilieninvestoren empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Heizungsanlage auf Zustand und verbleibende Lebensdauer prüfen lassen
  • Verfügbare staatliche Förderungen über die KfW und das BAFA frühzeitig recherchieren
  • Bei Eigentümergemeinschaften rechtzeitig Mehrheiten für Sanierungsbeschlüsse organisieren
  • Langfristige Betriebskosten fossiler Heizungen gegenüber Investitionskosten alternativer Systeme kalkulieren

Die Bundesregierung stellt Fördermittel bereit, um die Umrüstung auf klimafreundliche Heizsysteme finanziell abzufedern. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Wer frühzeitig plant, sichert sich bessere Konditionen und vermeidet den Druck einer Notfallreparatur.

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