Heizungen 2025: Preise steigen langsamer
Wärmepumpen boomen, Gasheizungen stagnieren, Förderungen bleiben vorerst attraktiv

Die Preise für Heizungen steigen auch im Jahr 2025 weiter, allerdings langsamer als in den Vorjahren. Nach Angaben der Energieberatung der Verbraucherzentrale liegt der durchschnittliche Preiszuwachs bei 5,6 Prozent. Im Vergleich zu den Steigerungen von 8 Prozent im Jahr 2024 und sogar 25 Prozent im Jahr 2023 bedeutet das eine spürbare Beruhigung auf dem Heizungsmarkt. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, die aktuell durchschnittlich 36.000 Euro kosten und damit nur noch sechs Prozent teurer sind als im Vorjahr.
Die Daten basieren auf einer Erhebung unter unabhängigen Energieberatern. Je nach Heizungsart wurden zwischen 55 und 133 Preisangaben ausgewertet. Während sich die Preise für Erdwärmepumpen mit Erdkollektor um acht Prozent erhöhten, blieben die Kosten für Gasheizungen stabil. Letztere kosten laut Umfrage derzeit im Durchschnitt 16.000 Euro. Die günstigste Wärmepumpenvariante ist mit 12.000 Euro die Luft-Luft-Wärmepumpe, die in diesem Jahr erstmals in die Auswertung aufgenommen wurde. Sie kann zwar heizen und kühlen, erzeugt jedoch kein Warmwasser und erfordert daher eine zusätzliche Lösung.
Der Absatz von Wärmepumpen ist im ersten Quartal 2025 um 35 Prozent gestiegen, während der Verkauf von Gasheizungen um 48 Prozent zurückging. Wärmepumpen erreichen nun einen Marktanteil von 42 Prozent. In den Jahren zuvor gab es starke Schwankungen: 2023 stieg der Absatz, 2024 brach er fast um die Hälfte ein. Diese Entwicklungen trafen die Industrie hart, die zuvor ihre Produktionskapazitäten ausgeweitet hatte. Kurzarbeit und Stellenabbau waren die Folge.
Trotz steigender Verkaufszahlen ist die Zurückhaltung bei den Verbrauchern weiterhin spürbar. Viele warten auf mögliche Änderungen am Gebäudeenergiegesetz, um ihre fossilen Heizsysteme länger betreiben zu können. Die Energieberatung rät jedoch zum sofortigen Heizungstausch, solange staatliche Förderungen noch verfügbar sind. Der Staat bezuschusst Wärmepumpen mit bis zu 70 Prozent der Kosten, maximal jedoch 21.000 Euro. Die Förderung ist auf eine Summe von 30.000 Euro gedeckelt.
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Zur AktienanalyseBesonders günstig, aber mit hohen Betriebskosten verbunden ist die Elektrodirektheizung, die durchschnittlich 11.000 Euro kostet. Wegen der hohen Strompreise kann sie zu erheblichen Folgekosten führen. Die Wärmepumpe hingegen erzeugt aus einem Kilowatt Strom ein Vielfaches an Wärme und gilt daher als effizienter.

