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Heidelberg Materials setzt auf Verteidigung und Infrastruktur

Der weltgrößte Zementhersteller Heidelberg Materials erwartet Wachstumsimpulse durch massive Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur. CEO Dominik von Achten zeigt sich optimistisch für 2026.

Heidelberg Materials setzt auf Verteidigung und Infrastruktur

Heidelberg Materials rechnet mit deutlichen Wachstumsimpulsen durch die geplanten Milliardeninvestitionen in Verteidigung und Infrastruktur. Das kündigte CEO Dominik von Achten am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos an.

Massive Investitionsprogramme als Wachstumstreiber

Die Europäische Union plant, ihre Verteidigungsausgaben in den kommenden Jahren auf 800 Milliarden Euro zu erhöhen. Deutschland, Heimatmarkt des weltgrößten Zementherstellers, hat zusätzlich einen 500 Milliarden Euro schweren Fonds zur Modernisierung der Infrastruktur aufgelegt. "Das ist keine kleine Zahl", sagte von Achten gegenüber Reuters mit Blick auf die Verteidigungsausgaben.

"Typischerweise beinhalten verteidigungsbezogene Investitionen auch etwas Beton", erklärte der CEO. "Es gibt dringenden Bedarf in den Bereichen Infrastruktur, Verteidigung und Energie." Auch Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende würden das Wachstum vorantreiben.

Leichtes Mengenwachstum erwartet

"Insgesamt erwarten wir in diesem Jahr ein leichtes Mengenwachstum", sagte von Achten. Zur Performance 2025 wollte er vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen am 25. Februar keine Details nennen. Die aktuelle Prognose für ein Ergebnis aus dem laufenden Geschäft von 3,3 bis 3,5 Milliarden Euro bezeichnete er jedoch als "in Ordnung".

Allerdings warnte der CEO vor anhaltender Schwäche im Wohnungsbau. "Der Wohnungsbau kommt im Moment nicht wirklich in Gang", sagte er. Als mögliche Faktoren nannte er geringere Migration und weniger Renovierungen, die während der Pandemie durchgeführt wurden.

Akquisitionsstrategie mit 10 Milliarden Euro Kriegskasse

Heidelberg Materials plant, seine Wachstumsstrategie durch Übernahmen zu verstärken. Das Unternehmen verfügt über eine Kriegskasse von rund 10 Milliarden Euro für Akquisitionen bis 2030. Deals jeder Größenordnung, auch solche über 1 Milliarde Euro, würden in Betracht gezogen.

"Die USA sind ein Hauptaugenmerk für M&A, aber nicht der einzige Fokus", erklärte von Achten. "Wir tätigen auch Deals in anderen Teilen der Welt." Übernahmen würden jedoch nur getätigt, wenn sie in die strengen finanziellen Rahmenbedingungen des Unternehmens passten. "Was wir nicht machen, sind Elefantendeals von mehr als 10 Milliarden Euro in 20 verschiedenen Ländern. Das ist definitiv vom Tisch."

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