Heckler & Koch steigert Gewinn im ersten Quartal um 255 Prozent
Deutschlands größter Gewehrfabrikant meldet starke Quartalszahlen: Nettogewinn springt auf 20,1 Millionen Euro, Umsatz klettert auf 128,1 Millionen.

Heckler & Koch hat im ersten Quartal 2026 ein beeindruckendes Ergebnis vorgelegt. Der Waffenhersteller aus Oberndorf in Baden-Württemberg steigerte seinen Nachsteuergewinn von 14,4 auf 20,1 Millionen Euro – ein Zuwachs von rund 255 Prozent und damit mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig legte der Umsatz um 57 Prozent auf 128,1 Millionen Euro zu.
Neben den starken Quartalszahlen verzeichnete das Unternehmen auch einen deutlich höheren Auftragseingang. Das sichert dem Rüstungskonzern eine solide Auftragslage für die kommenden Jahre – insbesondere durch langfristige Lieferverträge mit NATO-Streitkräften.
Bundeswehr als wichtiger Großkunde
Ein zentrales Standbein ist die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Der deutsche Staat bezieht schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre von Heckler & Koch, die das veraltete G36 ersetzen sollen. Darüber hinaus ermöglicht ein bestehender Rahmenvertrag Bestellungen über weitere 170.000 Gewehre – ein erhebliches Potenzial für zusätzliche Einnahmen in den kommenden Jahren.
Die Nachfrage aus dem Verteidigungssektor spiegelt den gesamteuropäischen Trend wider: Angesichts gestiegener Sicherheitsanforderungen erhöhen viele NATO-Mitglieder ihre Rüstungsausgaben deutlich, wovon spezialisierte Hersteller wie Heckler & Koch unmittelbar profitieren.
Führungsetage zeigt sich zuversichtlich
Firmenchef Jens Bodo Koch sieht das Unternehmen für den weiteren Jahresverlauf „strategisch gut positioniert". Man sei „operativ und industriell hervorragend aufgestellt", so Koch. „Die hohe Nachfrage bestätigt unseren Kurs und unsere Investitionen in Kapazitäten, Technologie und Infrastruktur."
Finanzvorstand Andreas Schnautz betont die Stärke des Unternehmens und blickt ebenfalls optimistisch nach vorn: „Gleichzeitig schaffen wir mit gezielten Investitionen die Grundlage dafür, unser Wachstum langfristig fortzusetzen und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen."
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Zur AktienanalyseBreites Produktportfolio, internationaler Wettbewerb
Heckler & Koch fertigt ein breites Spektrum an Militär- und Sicherheitswaffen: Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer gehören zum Produktportfolio. Zum Jahreswechsel beschäftigte das Unternehmen 1.340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Großteil ist am Stammsitz im Nordschwarzwald tätig, weitere Standorte befinden sich in den USA – darunter ein Montagewerk – sowie in Großbritannien.
Im internationalen Wettbewerb misst sich Heckler & Koch mit namhaften Konkurrenten: der italienischen Beretta, dem US-Waffenhersteller Colt, der zur tschechischen CZ-Gruppe gehört, sowie dem deutschen Mitbewerber Haenel aus Thüringen. Angesichts der robusten Nachfrage und der gut gefüllten Auftragsbücher scheint Heckler & Koch jedoch gut gerüstet, seine Marktposition weiter zu festigen.


