Healthineers veröffentlicht gemischte Bilanz
Während die Bildgebung glänzt, bleibt die Diagnostiksparte beim Medizintechniker Sorgenkind

Die Lage bei Siemens Healthineers ist durchwachsen: Einerseits glänzt der Weltmarktführer im Bereich Bildgebung mit soliden Zahlen, andererseits sorgt die Diagnostiksparte weiterhin für Stirnrunzeln. Nachdem der Konzern vor über einem Jahrzehnt Milliarden in den Aufbau der Diagnostik investierte, lässt der Erfolg in diesem Sektor weiter auf sich warten. Die Spekulationen über einen möglichen Verkauf dieser Sparte kochen immer wieder hoch, ein endgültiges Commitment seitens des Managements bleibt jedoch aus. Mit einem operativen Verlust von 117 Millionen Euro am Ende des Geschäftsjahres steht die Diagnostiksparte weiterhin unter Druck.
Das DAX-Unternehmen, das in der Medizintechnik einen Namen hat, möchte seine Diagnostiksparte dennoch nicht voreilig abstoßen, sondern zunächst selbst optimieren. CEO Bernd Montag betont, dass die anhaltenden Investitionen in die Transformation der Sparte sich letztendlich auszahlen werden. Die Diagnostik macht Fortschritte, doch ob diese Sparte langfristig zum Konzern gehören wird, lässt Montag offen. Eine klare Antwort darauf, ob die zwei Kerngeschäfte der Bildgebung und Diagnostik langfristig unter dem Dach von Siemens Healthineers verbleiben, bleibt er schuldig.
Auf der positiven Seite steht die erfolgreiche Integration der Varian-Übernahme, die inzwischen erfreuliche Umsätze verzeichnet. Mit einer Umsatzsteigerung um 15 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro im Bereich der Strahlentherapie, besonders im letzten Quartal, wo fast ein 30-prozentiges Wachstum zu verzeichnen war, kann sich Healthineers durchaus sehen lassen. Dies zeigt, dass die Strategie des Unternehmens, sich auf hochwertige und zukunftsorientierte Technologien zu konzentrieren, in einigen Bereichen Früchte trägt.
Das Gesamtunternehmen Siemens Healthineers konnte seine Erlöse im Geschäftsjahr 2022/23 zwar leicht auf 21,7 Milliarden Euro steigern, das operative Ergebnis sank jedoch um 16 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Hierbei spielt der Rückgang der Corona-bezogenen Einnahmen eine Rolle, welcher die Bilanz merklich beeinträchtigte. Dennoch sieht CEO Montag die Entwicklung der neuen Diagnoseplattform Atellica positiv und verweist auf zweistellige Wachstumsraten sowie einen Umsatz in Milliardenhöhe.
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Zur AktienanalyseDie Anleger sollen von diesen Entwicklungen unbeeinträchtigt bleiben, denn trotz der Herausforderungen und der gemischten Bilanz, wird eine stabile Dividende von 95 Cent je Aktie in Aussicht gestellt.


