Hausdurchsuchungen bei René Benko
Österreichische Ermittler untersuchen Verdacht auf Kreditbetrug und Bestechung

Österreichische Ermittler haben die Villa und die Büros des Signa-Gründers René Benko in Tirol und Innsbruck durchsucht. Benko, einst Milliardär, steht unter Verdacht, in Fälle von mutmaßlichem Kreditbetrug und Bestechung verwickelt zu sein. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) führte die Durchsuchungen durch. Laut Benkos Anwalt sollten dabei mögliche Unterlagen und Gegenstände sichergestellt werden, die in den Medien bereits erwähnt wurden. Der Einsatz verlief laut Benkos Anwalt sehr professionell, und Benko selbst zeigte sich kooperativ und konstruktiv.
Auch der Sitz der Signa Holding in Innsbruck wurde durchsucht. Der Insolvenzverwalter Christof Stapf erklärte, dass er bereits im Dezember mit der Sicherung der erforderlichen Daten begonnen habe und eng mit den Behörden zusammenarbeite. Die Signa-Gruppe, die von Benko aufgebaut wurde, besaß zahlreiche Kaufhäuser in Deutschland. Im April meldete die Gruppe Konkurs an und zog ihren Sanierungsplan zurück. Viele der Kaufhäuser wurden bereits verkauft oder werden noch verkauft, um Schulden in Milliardenhöhe zu begleichen.
Gegen Benko und die insolvente Signa-Gruppe liegen zahlreiche Anzeigen vor. Die WKStA ermittelt in verschiedenen Verdachtsfällen gegen Benko. Zum einen wird wegen mutmaßlichen Kreditbetrugs untersucht. Medienberichten zufolge soll es um einen 25-Millionen-Euro-Kredit einer österreichischen Bank gehen, bei dessen Verlängerung im vergangenen Sommer Benko das Institut über die finanzielle Lage der Signa-Gruppe getäuscht haben soll. Zum anderen prüft die Staatsanwaltschaft, ob Benko versucht habe, einen hochrangigen österreichischen Finanzbeamten zu bestechen. Benkos Anwälte wiesen alle Vorwürfe zurück.
Die Signa Holding, die unter anderem die Warenhauskette Galeria besaß, meldete im April Konkurs an. Die Galeria-Kette wurde an ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners und der Beteiligungsfirma BB Kapital SA des Unternehmers Bernd Beetz veräußert. Das Insolvenzverfahren soll bis Ende Juli abgeschlossen sein.
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Zur AktienanalyseDie Ermittlungen und Durchsuchungen sind Teil eines umfassenden Verfahrens gegen Benko und seine Geschäftsaktivitäten. Die Beschuldigungen gegen Benko und die Signa-Gruppe haben in Österreich und Deutschland für großes Aufsehen gesorgt, da sie einen prominenten Unternehmer und eine bedeutende Unternehmensgruppe betreffen. Die Behörden setzen ihre Untersuchungen fort, um die Vorwürfe zu klären und mögliche strafbare Handlungen aufzudecken.


