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Händler reduzieren Wetten auf Schwäche des Neuseeland-Dollars

Der pessimistische Ausblick auf den NZD/USD erreicht den niedrigsten Stand seit fast drei Monaten.

Händler reduzieren Wetten auf Schwäche des Neuseeland-Dollars

Händler haben ihre Erwartungen für einen schwächeren Neuseeland-Dollar am Montag zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen zurückgeschraubt. Laut Preisdaten vom Optionsmarkt erreichte eine wichtige Kennzahl den am wenigsten pessimistischen Stand seit fast drei Monaten. Dies signalisiert eine spürbare Stimmungsverschiebung unter den Marktteilnehmern.

Die sogenannten Einmonats-Risk-Reversals für das Währungspaar NZD/USD notierten am Montag bei 0,53 % zugunsten von Put-Optionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 0,67 %, vor zwei Wochen sogar bei 0,71 %. Damit erreichten die Notierungen am Montag Niveaus, die zuletzt am 19. Februar verzeichnet wurden.

Was sind Risk-Reversals?

Risk-Reversals sind eine gängige Kennzahl am Devisenoptionsmarkt. Sie messen den Unterschied zwischen der impliziten Volatilität von Call-Optionen (Wetten auf steigende Kurse) und Put-Optionen (Wetten auf fallende Kurse) mit gleicher Laufzeit. Ein positiver Wert zugunsten von Puts bedeutet, dass Händler bereit sind, eine Prämie für den Schutz gegen einen Kursrückgang zu zahlen – ein Zeichen für eine insgesamt pessimistische Marktstimmung gegenüber dem betreffenden Währungspaar.

Obwohl Marktteilnehmer für den kommenden Monat weiterhin einen schwächeren Neuseeland-Dollar gegenüber dem US-Dollar erwarten, hat sich der Aufschlag für Put-Optionen gegenüber Call-Optionen im Mai deutlich verringert. Das bedeutet: Die Mehrheit der Händler rechnet zwar noch immer mit einem Rückgang des NZD/USD, doch die Überzeugung hinter dieser Wette schwindet zunehmend.

Stimmungswandel im Mai

Der Rückgang des Risk-Reversal-Wertes von 0,71 % auf 0,53 % innerhalb von zwei Wochen ist ein klares Signal dafür, dass die Bären am Devisenmarkt an Einfluss verlieren. Für deutsche Privatanleger und Devisenhändler ist dies relevant, da der Neuseeland-Dollar als sogenannte Rohstoffwährung gilt und häufig als Indikator für die globale Risikobereitschaft beobachtet wird.

Der Neuseeland-Dollar steht in engem Zusammenhang mit den Rohstoffpreisen und der wirtschaftlichen Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum. Veränderungen in der Optionsmarkt-Stimmung können daher frühzeitig auf Verschiebungen im globalen Risikoappetit hinweisen. Händler und Analysten beobachten solche Kennzahlen deshalb aufmerksam als Frühindikator für mögliche Kursbewegungen.

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