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Handelskonflikt drückt Eisenerzpreise leicht nach unten

Neue Zölle zwischen USA und China belasten Märkte trotz stabiler Stahlnachfrage

Handelskonflikt drückt Eisenerzpreise leicht nach unten

Die Eisenerz-Futures verzeichneten am Mittwoch einen leichten Rückgang, belastet durch die wechselseitige Verhängung von Zöllen zwischen den Vereinigten Staaten und China. Trotz der handelspolitischen Spannungen sorgten optimistische Aussichten für eine steigende chinesische Stahlnachfrage dafür, dass der Preisrückgang begrenzt blieb. Der meistgehandelte Mai-Kontrakt für Eisenerz an der Dalian Commodity Exchange fiel um 0,7 Prozent auf 776 Yuan je Tonne. Der April-Benchmark an der Singapur-Börse verlor 1,07 Prozent und notierte bei 99,75 US-Dollar je Tonne.

Die Verdopplung der US-Zölle auf chinesische Waren auf 20 Prozent trat am Dienstag in Kraft. Peking reagierte umgehend mit Gegenzöllen, was die Sorge vor einer Eskalation des Handelskonflikts verstärkte. Die chinesische Regierung erhöhte Einfuhrabgaben auf US-amerikanische Agrar- und Lebensmittelprodukte im Wert von 21 Milliarden US-Dollar. Zudem entzog sie drei US-Unternehmen die Sojabohneneinfuhrlizenzen und stoppte den Import von Holz aus den Vereinigten Staaten. Analysten der ANZ-Bank betonten, dass die Marktstimmung auch durch die Aussicht auf weitere Zölle beeinträchtigt wurde.

Die Vereinigten Staaten planen, am 12. März zusätzliche Zölle auf Stahl und Aluminium in Kraft zu setzen. Um den wirtschaftlichen Auswirkungen der steigenden US-Zölle entgegenzuwirken, hat China sein Wachstumsziel unverändert bei rund fünf Prozent belassen und verstärkt wirtschaftliche Anreize. Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor stieg im Februar leicht an, unterstützt durch eine schnellere Erholung der Nachfrage.

Die chinesische Beratungsfirma Mysteel prognostiziert, dass Angebot und Nachfrage nach importiertem Eisenerz im März zunehmen werden. Dies sei traditionell ein Monat mit hoher Stahlnachfrage in China und könne die Preise des Rohstoffs stabilisieren. Parallel dazu kündigte Peking an, eine Umstrukturierung der angeschlagenen Stahlindustrie durch verpflichtende Produktionskürzungen voranzutreiben.

An der Shanghai Futures Exchange gaben die meisten Stahl-Benchmarkpreise nach. Bewehrungsstahl verbilligte sich um 0,27 Prozent, warmgewalzter Stahl verlor 0,24 Prozent, Edelstahl gab um fast 0,35 Prozent nach und Drahtstahl blieb unverändert. Auch andere Rohstoffe der Stahlherstellung verzeichneten Verluste. Kokskohle und Koks fielen an der Dalian Commodity Exchange um 2,19 Prozent beziehungsweise 1,82 Prozent.

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