Hamptons-Immobilien: Rekordpreise durch Wall-Street-Boni
Die Immobilienpreise in den Hamptons haben im vierten Quartal 2025 ein Allzeithoch erreicht. Angetrieben von Rekordboni an der Wall Street und Tech-Vermögen kletterte der Medianpreis auf 2,34 Millionen Dollar – ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjah

Die exklusiven Küstengemeinden der Hamptons vor New York erleben einen beispiellosen Immobilienboom. Laut einem Bericht von Douglas Elliman und Miller Samuel erreichte der Median-Verkaufspreis im vierten Quartal 2025 einen Rekordwert von 2,34 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der durchschnittliche Verkaufspreis kletterte sogar auf 3,76 Millionen Dollar.
Wall-Street-Boni treiben Nachfrage
Ein wesentlicher Treiber der Preisentwicklung sind die erwarteten Rekordboni an der Wall Street. Das Büro des New York State Comptroller prognostiziert für 2025 die höchsten Boni aller Zeiten, mit dem stärksten Wachstum seit 2021. Immobilienmakler berichten, dass sich neben traditionellen Bankern auch zahlreiche Hedgefonds-Manager, Private-Equity-Chefs und Venture-Capital-Investoren dem Kaufrausch anschließen.
Die Anzahl der Häuser, die für mehr als 5 Millionen Dollar verkauft wurden, erreichte mit 82 Objekten einen neuen Höchststand. Das Luxussegment boomt dank Barkäufen von Kunden, die nach drei Jahren mit zweistelligen Gewinnen am Aktienmarkt über reichlich Liquidität verfügen.
Verschiebung im Marktsegment
Der Großteil des Zuwachses bei den Medianpreisen resultiert aus einer Verschiebung im Absatzmix. Während die Verkäufe im unteren und mittleren Marktsegment aufgrund der hohen Zinsen weiterhin unter Druck stehen, floriert das Luxussegment. Ein größerer Anteil der Gesamtverkäufe entfällt auf die größten und teuersten Immobilien, was den Medianpreis weiter nach oben treibt.
Das Angebot bleibt gering, insbesondere bei erstklassigen Anwesen direkt am Meer. Eine Verlangsamung ist vorerst nicht in Sicht.
Sommervermietungen bereits stark gefragt
Trotz winterlicher Temperaturen und heftigem Schneefall hat die Saison für Sommervermietungen bereits stark begonnen. Makler berichten von außergewöhnlich früher Nachfrage für den Sommer 2026. Ein Anwesen am Wasser wurde bereits für den Zeitraum von Juli bis Labor Day für fast 1 Million Dollar vermietet.
Interessanterweise beobachten Makler einen neuen Trend: Wohlhabende New Yorker, die nach der Pandemie nach Florida gezogen sind, kaufen nun Häuser in den Hamptons, um den heißen Sommern in Florida zu entfliehen. Zudem gibt es vermehrt Käufer und Mieter aus Kalifornien.
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Zur AktienanalyseKeine Last-Minute-Schnäppchen in Sicht
Wer auf die üblichen Last-Minute-Rabatte im Mai wartet, könnte in diesem Jahr enttäuscht werden. Zwar gibt es für den Sommer noch zahlreiche Objekte zur Miete oder zum Kauf, doch die hohe Nachfrage und das geringe Angebot sprechen gegen deutliche Preisnachlässe.
Für deutsche Investoren zeigt die Entwicklung in den Hamptons exemplarisch, wie sich Vermögenszuwächse aus Finanzmärkten und niedrige Zinssensitivität im Luxussegment auf regionale Immobilienmärkte auswirken können.


