Halliburton und Konkurrenten bereiten Rückkehr nach Venezuela vor
Während sich US-Ölkonzerne mit einer Rückkehr nach Venezuela noch zurückhalten, stehen Ölfelddienstleister wie Halliburton, Baker Hughes und SLB in den Startlöchern. Sie wollen die heruntergewirtschaftete Ölindustrie des südamerikanischen Landes wieder au

Die großen amerikanischen Ölfelddienstleister drängen auf eine schnelle Rückkehr nach Venezuela. Allen voran Halliburton-Chef Jeff Miller, der im Interview erklärt: "Wir sind nur wegen der verhängten US-Sanktionen gegangen und haben seitdem aktiv evaluiert, wie wir zurückkehren können. Ich sehe dies als den Moment, in dem wir unsere Rückkehrpläne umsetzen können."
Investoren setzen darauf, dass Unternehmen wie Halliburton, Baker Hughes und SLB (ehemals Schlumberger) zu den ersten Profiteuren einer Wiederbelebung der venezolanischen Ölförderung gehören werden. Diese Firmen liefern die technische Expertise und Ausrüstung, die für den Betrieb von Ölfeldern unerlässlich sind.
Trump macht Venezuela zur Priorität
Seit US-Präsident Trump in diesem Monat die Absetzung von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro unterstützt hat, steht die Steigerung der dortigen Ölproduktion im Zentrum seiner Venezuela-Politik. Trump kündigte an, die Kontrolle über die Ölreserven des Landes zu übernehmen und das Rohöl zum Nutzen der USA und der venezolanischen Bevölkerung zu verkaufen.
Das schwere venezolanische Rohöl soll künftig die Raffinerien an der US-Golfküste beliefern und so die Treibstoffpreise drücken. Dieser Plan könnte besonders für amerikanische Raffinerien interessant sein, die auf schweres Rohöl spezialisiert sind.
Dramatischer Produktionsrückgang
Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven. Doch zwei Jahrzehnte des Missmanagements und massiver Unterinvestitionen haben die Rohölförderung drastisch reduziert. Von einst über 3 Millionen Barrel pro Tag ist die Produktion auf weniger als 1 Million Barrel täglich eingebrochen.
Ölfelddienstleister als Schlüssel zum Erfolg
Unabhängig davon, welche Ölproduzenten letztlich dem Ruf Trumps folgen werden, die venezolanischen Ölfelder wieder hochzufahren: Die Ölfelddienstleister werden das notwendige Werkzeug liefern und die eigentliche Arbeit ausführen müssen. Sie arbeiten sowohl für private Ölfirmen als auch für staatliche Ölgesellschaften.
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Zur AktienanalyseFür die Branche könnte dies ein lukratives Geschäft werden. Die Wiederherstellung der heruntergekommenen venezolanischen Ölindustrie würde massive Investitionen in Technologie, Ausrüstung und Know-how erfordern – genau das Geschäftsmodell von Halliburton und seinen Wettbewerbern.
Sanktionen als bisheriges Hindernis
Bislang verhinderten US-Sanktionen gegen Venezuela eine Geschäftstätigkeit amerikanischer Unternehmen in dem südamerikanischen Land. Mit der politischen Wende unter Trump könnten diese Beschränkungen bald fallen. Die Ölfelddienstleister haben sich nach eigenen Angaben bereits seit Jahren auf diesen Moment vorbereitet.


