Hadrian mit 7,9 Milliarden Dollar bewertet – Verteidigungstech boomt
Das Fertigungs-Startup Hadrian schließt eine Finanzierungsrunde über fast 1,4 Milliarden Dollar ab und vervierfacht seine Bewertung.

Das US-amerikanische Fertigungs-Startup Hadrian hat seine jüngste Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 7,9 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das entspricht mehr als dem Vierfachen der Bewertung, die Investoren dem Unternehmen noch im Januar beigemessen hatten. Die Runde wurde von Baillie Gifford, der J. P. Morgan Strategic Investment Group sowie weiteren Investoren wie Washington Harbour Partners angeführt.
Hadrian errichtet hochmoderne Fabriken für Unternehmen und Behörden aus der Verteidigungs- sowie Luft- und Raumfahrtbranche. Das Unternehmen sammelte in der aktuellen Runde fast 1,4 Milliarden Dollar ein. Die Opus-Software des Unternehmens wird bereits von der US Army und der US Navy eingesetzt, und weitere Hauptauftragnehmer aus dem Verteidigungssektor sollen in Kürze bekanntgegeben werden.
Reindustrialisierung des US-Militärs als Treiber
Hadrian ist das jüngste Beispiel in einer Reihe hochkarätiger Finanzierungsrunden im Verteidigungssektor. Treiber dieser Entwicklung ist das Bestreben von US-Präsident Donald Trump, das amerikanische Militär zu reindustrialisieren und eine robuste Produktionsbasis aufzubauen. Trump strebt Verteidigungsausgaben in beispielloser Höhe von 1,5 Billionen Dollar an – angetrieben durch geopolitische Spannungen und den Wunsch, die Abhängigkeit der USA von teuren Raketensystemen zu verringern.
Der Boom im Verteidigungstech-Sektor zeigt sich auch bei anderen Unternehmen: Shield AI, dessen Technologie Drohnen antreibt, sammelte im März Kapital bei einer Bewertung von 12,7 Milliarden Dollar ein. Im selben Monat wurde der Hersteller autonomer Schiffe Saronic in einer neuen Finanzierungsrunde mit 9,25 Milliarden Dollar bewertet. Anduril verdoppelte seine Bewertung zwei Monate später auf über 60 Milliarden Dollar.
Hadrians Wachstumskurs im Überblick
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Zur AktienanalyseBereits im vergangenen Jahr hatte Hadrian 260 Millionen Dollar eingesammelt – unter anderem mit Mitteln aus Peter Thiels Founders Fund. Das Kapital diente dem Bau einer neuen Fabrik und der Stärkung der Verteidigungskapazitäten zur See. Die aktuelle Finanzierungsrunde unterstreicht das rasante Wachstum des Unternehmens und das anhaltend starke Interesse institutioneller Investoren an der Verteidigungsindustrie.
Für deutsche Anleger und Beobachter verdeutlicht diese Entwicklung einen globalen Trend: Angesichts steigender geopolitischer Unsicherheiten fließt privates Kapital in immer größerem Umfang in Rüstungs- und Verteidigungstechnologie. Startups, die moderne Fertigungskapazitäten und Softwarelösungen für das Militär bereitstellen, erzielen dabei Bewertungen, die mit etablierten Technologiekonzernen mithalten können.


