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H&M startet schwach ins dritte Quartal

Schlechtes Wetter und hohe Materialkosten belasten den Umsatz.

H&M startet schwach ins dritte Quartal

Der Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) hat einen schwachen Start in das dritte Geschäftsquartal verzeichnet, das bis Ende August läuft. Der Umsatz im Juni soll in Landeswährung um sechs Prozent unter dem Vorjahreswert liegen, wie das schwedische Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung sei das schlechte Wetter in zahlreichen Märkten zu Beginn des Monats, das die Kauflaune der Kunden gedämpft habe. Zusätzlich machte H&M einen hohen Vergleichswert aus dem Juni 2023 für die rückläufigen Zahlen verantwortlich.

Diese enttäuschenden Quartalszahlen führten dazu, dass die Aktie des Unternehmens nach Bekanntgabe der Meldung um bis zu 14 Prozent fiel. Der neue H&M-Chef Daniel Ervér hält jedoch weiterhin an den gesteckten Jahreszielen fest. Er strebt für 2024 eine operative Marge von zehn Prozent an, obwohl er zugibt, dass die Bedingungen zur Erreichung dieses Ziels herausfordernder geworden sind. Ervér verwies in diesem Zusammenhang auf gestiegene Materialkosten und ungünstige Wechselkurse, die im zweiten Geschäftshalbjahr einen stärkeren negativen Einfluss auf den Umsatz haben könnten.

Auch im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal konnte H&M nicht voll überzeugen. Zwar stiegen die Erlöse um drei Prozent auf 59,6 Milliarden schwedische Kronen, was etwa 5,3 Milliarden Euro entspricht. Der operative Gewinn legte von 4,7 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum auf 7,1 Milliarden Kronen zu. Nach Steuern verdiente H&M knapp 5 Milliarden Kronen, was einem Anstieg von gut 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Trotz der Umsatzsteigerung und des gestiegenen Gewinns bleiben die aktuellen Entwicklungen für H&M eine Herausforderung. Die Kombination aus wetterbedingten Einbußen und wirtschaftlichen Faktoren wie Materialkosten und Wechselkursen erschwert es dem Unternehmen, seine langfristigen Margenziele zu erreichen. Die deutliche Reaktion der Börse unterstreicht das Vertrauen der Investoren in die kurzfristige Entwicklung des Unternehmens.

H&M muss nun Wege finden, um den negativen Einfluss dieser Faktoren zu minimieren und die gesteckten Ziele dennoch zu erreichen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen in den kommenden Monaten positionieren wird, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und die angestrebten Margen trotz der widrigen Umstände zu realisieren. Der Fokus wird dabei auf der Optimierung der Kostenstrukturen und der Anpassung an die wechselnden Marktbedingungen liegen.

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