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Guyana: Wirtschaft wächst 2026 um 16,2% dank Ölboom

Die Wirtschaft Guyanas wird 2026 voraussichtlich um 16,2% wachsen, getrieben durch den boomenden Ölsektor. Finanzminister Ashni Singh prognostiziert eine Ölproduktion von durchschnittlich 840.000 Barrel pro Tag.

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Guyana: Wirtschaft wächst 2026 um 16,2% dank Ölboom

Die südamerikanische Nation Guyana setzt ihren beeindruckenden Wachstumskurs fort: Für 2026 prognostiziert Finanzminister Ashni Singh ein Wirtschaftswachstum von 16,2%. Zwar bedeutet dies eine leichte Verlangsamung gegenüber den 19,3% im Jahr 2025, doch bleibt das Tempo für internationale Verhältnisse außergewöhnlich hoch. Haupttreiber ist weiterhin der rasant expandierende Öl- und Gassektor.

Bei der Vorstellung des nationalen Jahresbudgets in Georgetown erläuterte Singh die Details: Der Ölsektor soll 2026 um 17,9% wachsen, nach 21% im Vorjahr und bemerkenswerten 57,7% im Jahr 2024. Die durchschnittliche Tagesproduktion wird auf 840.000 Barrel geschätzt.

Massive Steigerung der Ölexporte

Die Zahlen unterstreichen Guyanas Aufstieg zum bedeutenden Ölproduzenten: Der Finanzminister rechnet mit 309 Rohöl-Frachtexporten in diesem Jahr, ein deutlicher Anstieg gegenüber 260 Lieferungen 2025. Jede Fracht umfasst rund eine Million Barrel. Die geschätzten Öleinnahmen belaufen sich auf beachtliche 2,79 Milliarden US-Dollar.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei der US-Energieriese ExxonMobil, der seine Produktionskapazität in Guyana bereits 2025 auf über 900.000 Barrel pro Tag ausgebaut hat. Ein fünftes Offshore-Projekt soll noch 2026 in Betrieb gehen, ein weiteres neues Projekt wird die Gesamtkapazität auf bis zu 1,15 Millionen Barrel pro Tag steigern.

Infrastruktur im Fokus

Die Regierung plant, die Öleinnahmen strategisch zu nutzen: Im Mittelpunkt steht ein ambitioniertes Infrastrukturprogramm. Über fünf Jahre sollen 40.000 Wohnungen gebaut und die Straßennetze massiv ausgebaut werden. Diese Investitionen sollen das Wachstum auch außerhalb des Ölsektors ankurbeln.

Diversifizierung zeigt Erfolge

Tatsächlich entwickelt sich auch die Nicht-Öl-Wirtschaft positiv: 2025 wuchs dieser Bereich um 14,3%, getragen von Landwirtschaft, Bergbau, Baugewerbe und Dienstleistungen. "Unser gesamtes reales Wirtschaftswachstum wird weiterhin durch die starke Expansion der Öl- und Gasaktivitäten sowie durch anhaltendes Wachstum in den Nicht-Öl-Sektoren gestützt", betonte Singh.

Guyana verzeichnete 2025 bereits das sechste Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum. Die Rohölförderung erreichte 261,1 Millionen Barrel, verglichen mit 225,4 Millionen im Jahr 2024. Der Anstieg resultierte unter anderem aus der Inbetriebnahme eines vierten Ölprojekts durch das ExxonMobil-Konsortium im August.

Aufstieg zum regionalen Ölgiganten

Der Aufstieg Guyanas ist bemerkenswert: Als jüngster Ölproduzent Lateinamerikas hat sich das Land innerhalb weniger Jahre zum fünftgrößten Rohölexporteur der Region entwickelt – nur hinter den etablierten Förderländern Brasilien, Mexiko, Venezuela und Kolumbien. Die gesamte Ölproduktion wird derzeit von der ExxonMobil-geführten Gruppe kontrolliert.

Für Investoren bietet Guyana damit ein einzigartiges Wachstumsprofil: Während viele Industrieländer mit Stagnation kämpfen, profitiert die südamerikanische Nation von ihren erst kürzlich entdeckten Ölreserven und einer gezielten Entwicklungsstrategie.

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