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GSK und Novo Nordisk im Fokus: Analysten mit gemischten Signalen

Citi senkt GSK-Kursziel trotz aktiver Pipeline, während Novo Nordisk mit starken Wegovy-Pillen-Zahlen überzeugt.

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GSK und Novo Nordisk im Fokus: Analysten mit gemischten Signalen

Der Gesundheitssektor steht heute im Zeichen zweier großer Pharmakonzerne: GSK und Novo Nordisk. Während Analysten der Citi beim britischen Pharmariesen trotz positiver Pipeline-Entwicklung Bedenken äußern, sorgt das dänische Unternehmen mit überraschend starken Quartalszahlen für Aufsehen.

GSK: Pipeline wächst, aber Patentabläufe bleiben ein Problem

Die Medikamenten-Pipeline von GSK entwickelt sich laut Citi-Analysten in die richtige Richtung. Dennoch reichten die bisherigen Schritte des britischen Pharmakonzerns nicht aus, um die umfangreichen bevorstehenden Patentabläufe zu kompensieren. Patentabläufe sind für Pharmaunternehmen ein kritisches Thema, da sie den Weg für günstigere Generika-Konkurrenten freimachen und damit erhebliche Umsatzeinbußen verursachen können.

GSK plant, bei der Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal ein umfassendes Update zur breiteren Pipeline zu geben. Ursprünglich war eine separate Veranstaltung im Juni mit Fokus auf das HIV-Geschäft erwartet worden. Die Änderung des Formats sei angesichts der jüngsten Aktivitäten in der Pipeline sinnvoll, so die Citi-Analysten.

Die Pipeline-Aktivitäten können sich durchaus sehen lassen: Zehn gestartete Zulassungsstudien, fünf Veröffentlichungen wichtiger Studiendaten sowie zwei Übernahmen unterstreichen die Dynamik des Konzerns. Dennoch senkt Citi das Kursziel für die GSK-Aktie von 22,50 Pfund auf 21 Pfund. Die Aktie reagierte auf die Nachrichten mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 18,81 Pfund.

Novo Nordisk: Wegovy-Pille übertrifft Erwartungen deutlich

Deutlich positiver fällt das Bild bei Novo Nordisk aus. Das dänische Pharmaunternehmen hat bewiesen, dass seine Abnehmpille in Tablettenform an Dynamik gewinnt, wie Johan Unnerus, Analyst bei SB1 Markets, kommentiert. Der Umsatz mit der oralen Wegovy-Pille belief sich im ersten Quartal auf 2,26 Milliarden dänische Kronen – das entspricht fast dem Dreifachen des Bloomberg-Konsenses.

Novo Nordisk bestätigt, dass sich die Markteinführung der Pille weiterhin stark entwickelt und der Markt über gutes Potenzial für weitere Expansion verfügt. Das Unternehmen hebt zudem bevorstehende Markteinführungen in weiteren Ländern hervor, darunter eine Ozempic-Diabetes-Pille in den USA sowie eine hochdosierte injizierbare Version von Wegovy. Wegovy und Ozempic gehören zur Klasse der GLP-1-Medikamente, die weltweit für Furore sorgen und als Blockbuster der Pharmaindustrie gelten.

Analyst Unnerus erwartet nach dem Bericht nur begrenzte Anpassungen der Prognosen – mit Ausnahme des oralen Wegovy, wo der Konsens weiterhin vorsichtig bleibe, insbesondere für den Zeitraum nach 2027.

Jefferies sieht Aufstufungen bei Novo Nordisk als unwahrscheinlich

Etwas zurückhaltender zeigen sich die Analysten von Jefferies. Die Ganzjahresprognose von Novo Nordisk wurde zwar leicht nach oben korrigiert, lässt den Konsens jedoch weiterhin am oberen Ende der Spanne – weshalb Aufstufungen unwahrscheinlich seien. Jefferies vermutet zudem, dass die Tatsache, dass das Unternehmen das untere Ende der Prognosespanne nicht stärker angehoben hat, von Marktteilnehmern negativ gewertet werden könnte.

Die Quartalszahlen selbst sind dennoch beeindruckend: Der bereinigte Umsatz im ersten Quartal lag um 1 Prozent über dem Konsens. Starke GLP-1-Ergebnisse glichen dabei eine deutliche Verfehlung im Insulingeschäft aus. Das bereinigte Betriebsergebnis übertraf die Erwartungen um 14 Prozent, das unbereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) lag 9 Prozent über den Prognosen. Die Novo-Nordisk-Aktie legte daraufhin um 7,4 Prozent zu.

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