Grubhub startet Drohnenzustellung in New Jersey mit Startup Dexa
Der Essenslieferdienst testet ab nächster Woche autonome Lieferungen per Drohne in einem Pilotprojekt.

Grubhub, der unter dem Dach des Food-Startups Wonder operierende Lieferdienst, wagt den nächsten Schritt in die Zukunft der Essenslieferung. Ab nächster Woche können Kunden im Umkreis von 2,5 Meilen um den Wonder-Standort in Green Brook, New Jersey, über die App eine Drohnenzustellung wählen. Besonders attraktiv: Der Service kostet keine zusätzlichen Gebühren über die üblichen Liefer- und Servicekosten hinaus.
Für das Pilotprojekt setzt Grubhub auf das Startup Dexa und dessen Modell DE-2020. Das vollautomatische Fluggerät lässt Essensbestellungen an einem Seil kontrolliert auf den Boden herab. Dexa gehört zu einer exklusiven Gruppe von lediglich vier US-Unternehmen, die Lieferdrohnen nicht nur selbst bauen und betreiben, sondern auch eine vollständige bundesstaatliche Luftfahrtgenehmigung erhalten haben – eine Zertifizierung, die in der Branche als besonders schwer erreichbar gilt.
Harter Wettbewerb um autonome Lieferungen
Der Schritt kommt nicht ohne Grund. Im Markt für autonome Zustellungen herrscht intensiver Wettbewerb. Konkurrenten wie DoorDash (DASH) und Uber Eats (UBER) verfolgen ebenfalls aggressiv Partnerschaften für Drohnen- und Roboterlieferungen. Grubhub muss sich in diesem Umfeld behaupten, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich an Marktanteilen verloren hat.
Den Hintergrund des aktuellen Eigentümerwechsels kennen Branchenbeobachter gut: Wonder hatte Grubhub im vergangenen Jahr für 650 Millionen US-Dollar vom niederländischen Konzern Just Eat Takeaway übernommen. Das entspricht einem Abschlag von rund 91 Prozent gegenüber den 7,3 Milliarden US-Dollar, die Just Eat Takeaway vier Jahre zuvor für den Dienst bezahlt hatte – ein deutliches Zeichen für den schwierigen Markt.
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Zur AktienanalyseGrubhub plant, die Ergebnisse des Pilotprojekts sorgfältig auszuwerten, bevor eine Ausweitung auf weitere Restaurantpartner in der Region entschieden wird. Eine öffentliche Vorführung ist bereits für den 16. März angesetzt, noch vor dem offiziellen Start des Lieferbetriebs.


