Grubhub startet Drohnen-Zustellung in New Jersey mit Startup Dexa
Ein dreimonatiges Pilotprojekt bringt ab nächster Woche Lebensmittel per Drohne zu Kunden in Green Brook.

Grubhub und das Drohnentechnologie-Unternehmen Dexa haben ein gemeinsames Pilotprojekt gestartet, das Lebensmittellieferungen per Drohne in Green Brook, New Jersey, ermöglichen soll. Das dreimonatige Projekt startet ab nächster Woche und richtet sich an Kunden in einem Umkreis von 2,5 Meilen um den lokalen Wonder-Standort. Bestellungen erfolgen über die Grubhub-App, die Drohnenzustellung wird ohne zusätzliche Kosten angeboten.
Das Herzstück des Projekts ist die DE-2020 von Dexa – ein vollautomatisches Fluggerät, das Essensbestellungen an einem Seil auf den Boden herablässt. Dexa gehört zu nur vier US-Unternehmen, die Lieferdrohnen sowohl bauen als auch betreiben und dabei eine vollständige Zulassung der US-Bundesluftfahrtbehörde FAA erhalten haben. Diese Zertifizierung gilt in der Branche als besonders schwer zu erlangen.
Wettbewerb um autonome Zustellung verschärft sich
Mit dem Schritt erhöht Grubhub den Druck auf die Konkurrenz im wachsenden Markt für autonome Lieferdienste. DoorDash und Uber Eats treiben ihrerseits aggressiv Partnerschaften für Drohnen- und Roboterlieferungen voran. Der Markt für automatisierte Last-Mile-Logistik gilt als einer der umkämpftesten Bereiche im US-amerikanischen Food-Delivery-Sektor.
Grubhub gehört seit dem vergangenen Jahr zum Mutterkonzern Wonder, einem Food-Hall- und Liefer-Startup. Wonder hatte die Plattform für 650 Millionen US-Dollar vom niederländischen Konzern Just Eat Takeaway übernommen – ein drastischer Wertverlust von 91 Prozent gegenüber den 7,3 Milliarden Dollar, die Just Eat Takeaway vier Jahre zuvor bezahlt hatte. Für deutsche Anleger, die Just Eat Takeaway kennen, verdeutlicht dies den enormen Druck auf klassische Lieferplattformen.
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Zur AktienanalyseGrubhub kündigte an, die Ergebnisse des Pilotprojekts sorgfältig auszuwerten, bevor über eine Ausweitung auf weitere Restaurantpartner in der Region entschieden wird. Eine öffentliche Vorführung ist für den 16. März vor dem offiziellen Start geplant. Das Projekt zeigt, wie stark US-Lieferdienste auf Technologie setzen, um Kosten zu senken und neue Kundengruppen anzusprechen.


