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Größtes US-Wolfram-Vorkommen entdeckt – NASA blockiert Erschließung

Ein US-Bergbauunternehmen hat das größte Wolfram-Vorkommen Amerikas entdeckt – doch die NASA steht dem Abbau im Weg.

Größtes US-Wolfram-Vorkommen entdeckt – NASA blockiert Erschließung

Ein kleines Bergbauunternehmen aus Nevada behauptet, das größte Wolfram-Vorkommen der Vereinigten Staaten entdeckt zu haben. Das Unternehmen 3 Proton Lithium (3PL) hat die Ressource in seinem Railroad Valley Minerals Project in der Great Basin Desert im Osten Nevadas auf 1,78 Millionen Tonnen geschätzt. Sollte sich der Abbau als wirtschaftlich rentabel erweisen, wäre dies mehr als fünfmal so viel wie das nächstgrößere bekannte Wolfram-Vorkommen in den USA.

Auf Basis der aktuellen Marktpreise beziffert 3PL den Wert der Lagerstätte auf rund 152 Milliarden US-Dollar. Der Wolframmarkt ist seit Februar 2025 um fast 600 Prozent gestiegen – angetrieben von starker Nachfrage aus der Luft- und Raumfahrt-, Waffen- und Werkzeugindustrie sowie einem sinkenden Angebot infolge chinesischer Exportkontrollen. China kontrolliert rund 80 Prozent des Weltmarktes für das strategisch wichtige Metall.

„Dies ist ein Metall, dessen Abbau die Vereinigten Staaten vor einem Jahrzehnt eingestellt haben und das sie nun importieren, während China den globalen Markt kontrolliert und manipuliert", sagte Kevin Moore, Vorsitzender und Finanzvorstand von 3PL. Die Größe der Lagerstätte sei, so Moore, „keine Bergbau-Geschichte. Es ist eine Geschichte der nationalen Sicherheit."

NASA blockiert ein Drittel der Claims

Das entscheidende Hindernis für das Projekt ist die US-Weltraumbehörde NASA. Sie erklärt, dass ein Drittel der Claims des Unternehmens eine einzigartige Region abdeckt, die zur Verfolgung von Satellitensignalen genutzt wird. Das Bureau of Land Management verhängte auf Ersuchen der NASA im Jahr 2023 ein 20-jähriges Verbot für Bergbau und Exploration in einem 17 Quadratmeilen großen Teil des Gebiets. Die NASA nutzt das flache, karge Wüstengelände für Kalibrierungstests von Satelliteninstrumenten, um sicherzustellen, dass diese genaue, standardisierte Daten liefern.

Moore kritisiert die Entscheidung von 2023 als auf „unvollständigen Informationen" basierend, da die NASA damals mangelhaft mit dem Unternehmen kommuniziert habe. 3PL lobbyiert nun bei der Trump-Regierung und im Kongress, um das Verbot aufzuheben. Ein NASA-Sprecher erklärte jedoch, die Position der Behörde habe sich nicht geändert. Bemerkenswert: Die Schätzung der 1,78 Millionen Tonnen umfasst noch nicht einmal das von der NASA blockierte Gebiet.

Neben Wolfram wurden dem Ressourcenbericht zufolge auch bedeutende Vorkommen an Lithium, Bor und Kali in riesigen unterirdischen Salzlagerstätten innerhalb eines 58 Quadratmeilen großen Gebiets in der Nähe der Stadt Ely gemessen, wo 3PL über Pacht- und Abbaurechte verfügt.

Strategische Bedeutung und politischer Rückenwind

Die Trump-Regierung hat Projekten für kritische Mineralien hohe Priorität eingeräumt, um den Einfluss Pekings auf diesen strategisch wichtigen Sektor zu brechen. Das Railroad Valley Projekt von 3PL wurde im vergangenen Jahr in das Bundesförderprogramm FAST-41 aufgenommen, das Genehmigungsverfahren beschleunigen soll. Auch auf globaler Ebene ist die US-Regierung aktiv: Sie ist bereit, bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar für eine geplante Wolfram-Mine in Kasachstan bereitzustellen.

Die chinesische Botschaft in Washington erklärte unterdessen, Peking sei „bestrebt, die Stabilität der globalen Lieferketten aufrechtzuerhalten", und fügte hinzu, dass „Anträge für den Export von Wolfram, die den einschlägigen Vorschriften entsprechen, Lizenzen erhalten werden."

Analysten mahnen zur Geduld

Trotz der beeindruckenden Zahlen warnen Experten vor übertriebenen Erwartungen. Timothy Puko, Analyst beim Beratungsunternehmen Eurasia Group, kommentierte: „Wenn die Preise so hoch sind, ist es einfach, Interesse an einem Projekt oder einem neuen Fund wie diesem zu wecken. Wahrscheinlich gibt es derzeit weltweit ein paar Dutzend Junior-Bergbauunternehmen, die versuchen, vom Preisanstieg zu profitieren."

Puko mahnte zudem zur Geduld: „Man muss davon ausgehen, dass die Erschließung bestenfalls fünf Jahre entfernt ist, und bis dahin wird sich viel ändern." Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen 3PL hat bislang fast 50 Millionen US-Dollar in sein Projekt investiert. Ob die Kombination aus politischem Druck, strategischer Dringlichkeit und wirtschaftlichem Interesse ausreicht, um die NASA-Hürde zu überwinden, bleibt abzuwarten.

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