Großes Ölabkommen zwischen Irak und BP geplant
Vereinbarung soll Produktion steigern und nachhaltige Energieziele bis 2028 fördern

Irak und der britische Ölkonzern BP stehen kurz vor der Unterzeichnung eines umfassenden Abkommens über die Entwicklung von vier Öl- und Gasfeldern in Kirkuk. Nach Angaben des irakischen Ölministers Hayan Abdel-Ghani soll die Vereinbarung bis zur ersten Februarwoche abgeschlossen sein. Das Vorhaben umfasst Investitionen, die die frühere 27-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit TotalEnergies in Basra übertreffen sollen.
Laut der staatlichen irakischen Nachrichtenagentur wurde kürzlich eine vorläufige Vereinbarung getroffen, um die Möglichkeit der Neuentwicklung des Kirkuk-Feldes und angrenzender Felder zu prüfen. Details wurden jedoch nicht veröffentlicht. Abdel-Ghani erklärte, dass die Ölproduktion durch das Abkommen um bis zu 150.000 Barrel pro Tag gesteigert werden soll. Zudem ist ein Gasanteil Teil des Vorhabens. Die geplante Ölmenge soll an Raffinerien im Norden geliefert werden, die derzeit unter ihrer Kapazität arbeiten.
Die irakische Regierung verfolgt das Ziel, die Gasproduktion zu erhöhen und gleichzeitig die schädliche Praxis der Gasabfackelung bis 2028 zu beenden. Gasabfackelung, bei der überschüssiges Gas aus der Ölproduktion verbrannt wird, gilt als verschwenderisch und umweltschädlich. Die Vereinbarung mit BP stellt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energieproduktion dar.
Im Dezember hatten BP und der Irak eine Einigung über die technischen Bedingungen zur Neuentwicklung der Kirkuk-Felder erzielt. Der Irak, der nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Ölproduzent innerhalb der OPEC ist, verfügt über eine Produktionskapazität von fast fünf Millionen Barrel pro Tag. Im Gegensatz zu früheren Verträgen, die ausländischen Unternehmen nur geringe Margen boten, sollen die neuen Abkommen profitablere Gewinnbeteiligungsmodelle enthalten.
BP hat historische Verbindungen zu Kirkuk und war Teil eines Konsortiums, das in den 1920er-Jahren Öl in der Region entdeckte. Das Unternehmen schätzt, dass das Gebiet etwa neun Milliarden Barrel förderbares Öl enthält. BP ist zudem mit 50 Prozent an einem Joint Venture beteiligt, das das riesige Rumaila-Ölfeld im Süden des Landes betreibt. Dort ist der Konzern seit fast einem Jahrhundert aktiv.
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Zur AktienanalyseEine Stellungnahme von BP zu den aktuellen Entwicklungen lag zunächst nicht vor. Die Fortschritte im Kirkuk-Projekt unterstreichen jedoch die anhaltende Bedeutung internationaler Kooperationen für die Weiterentwicklung der irakischen Energiewirtschaft.


