Großbritannien sanktioniert russische Krypto-Netzwerke zur Umgehung von Beschränkungen
London zielt mit 18 neuen Listungen auf Kryptobörsen und das sogenannte „A7-Netzwerk" ab, das Russland zur Sanktionsumgehung nutzt.

Großbritannien hat am Dienstag ein neues Sanktionspaket gegen russische Kryptowährungsnetzwerke angekündigt. Die Maßnahmen richten sich gezielt gegen Strukturen, die Russland nach britischen Angaben zur Umgehung bestehender Sanktionen einsetzt. Dies geht aus einer Erklärung hervor, über die Bloomberg News berichtete.
Im Mittelpunkt des neuen Pakets steht das sogenannte „A7-Netzwerk", das laut britischen Behörden aktiv genutzt wird, um internationale Finanzbeschränkungen zu unterlaufen. Kryptowährungen spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie grenzüberschreitende Transaktionen außerhalb des traditionellen Bankensystems ermöglichen – ein Umstand, den sanktionierte Akteure zunehmend ausnutzen.
18 neue Listungen im Überblick
Insgesamt umfasst das neue Sanktionspaket 18 neue Listungen. Zu den betroffenen Einrichtungen und Personen gehören unter anderem:
- Huobi Global SA
- Exmo Exchange
- Eurasian Savings Bank
- Sergey Mendeleev
Die Aufnahme in die Sanktionsliste bedeutet für die betroffenen Unternehmen und Personen unter anderem das Einfrieren von Vermögenswerten sowie ein Verbot für britische Staatsbürger und Unternehmen, mit ihnen Geschäfte zu tätigen.
Hintergrund: Krypto als Werkzeug zur Sanktionsumgehung
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 haben westliche Staaten, darunter Großbritannien, die Europäische Union und die USA, umfangreiche Sanktionspakete gegen Russland verhängt. Kryptowährungen sind dabei zunehmend in den Fokus der Behörden gerückt, da sie potenziell dazu genutzt werden können, Kapitalflüsse zu verschleiern und Sanktionen zu umgehen.
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Zur AktienanalyseKryptobörsen wie die nun sanktionierten Plattformen fungieren als Schnittstellen zwischen dem traditionellen Finanzsystem und der Welt der digitalen Vermögenswerte. Werden solche Börsen für illegale Zwecke missbraucht, können sie erhebliche Schlupflöcher in bestehenden Sanktionsregimen schaffen. Die britische Regierung reagiert mit dem neuen Paket auf diese wachsende Bedrohung.
Für deutsche und europäische Anleger, die auf Kryptobörsen aktiv sind, unterstreicht dieser Schritt die Bedeutung regulierter und compliant agierender Plattformen. Börsen, die auf EU- oder britischen Sanktionslisten erscheinen, dürfen von europäischen Nutzern grundsätzlich nicht mehr genutzt werden. Die Entwicklung zeigt, dass der Druck auf nicht regulierte oder sanktionierte Kryptodienstleister international weiter zunimmt.

