Großbritannien öffnet Bewerbungsverfahren für 34-Millionen-Dollar-Fonds kritische Mineralien
London stellt 25 Millionen Pfund bereit, um Abbau, Verarbeitung und Recycling kritischer Mineralien zur Marktreife zu führen.

Die britische Regierung hat das Bewerbungsverfahren für ihren „Critical Minerals Accelerator" eröffnet. Das Programm umfasst ein Fördervolumen von 25 Millionen Pfund (rund 34 Millionen US-Dollar) und richtet sich an Projekte in den Bereichen Abbau, Verarbeitung und Recycling kritischer Mineralien. Ziel ist es, diese Vorhaben zur kommerziellen Marktreife zu führen.
Das vom britischen Ministerium für Wirtschaft und Handel (Department for Business and Trade) geleitete Programm stellt Zuschüsse zwischen 150.000 und 3 Millionen Pfund (rund 200.000 bis 4 Millionen US-Dollar) bereit. Angesprochen sind Projekte, die kurz vor der kommerziellen Phase stehen, jedoch noch Unterstützung benötigen, um technologische Risiken zu mindern oder ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit nachzuweisen. Erfolgreiche Projekte sollen bis März 2030 die Marktreife erreichen.
Der Critical Minerals Accelerator macht die Hälfte der insgesamt 50 Millionen Pfund (rund 67 Millionen US-Dollar) aus, die im Rahmen des im Juni gestarteten britischen „Critical Minerals Programme" zugesagt wurden. Die übergeordnete Initiative verfolgt das Ziel, die Abhängigkeit Großbritanniens von ausländischen Lieferketten zu verringern, die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu stärken und das langfristige industrielle Wachstum bis 2035 zu unterstützen.
Breite Strategie für Versorgungssicherheit
Neben dem Accelerator umfasst das Gesamtprogramm zwei weitere Säulen. Ein sogenannter „Magnet Hub" soll ein nationales Zentrum für die Herstellung, Prüfung und Kompetenzentwicklung im Bereich Seltenerd-Dauermagnete etablieren. Ergänzend dazu ist eine „Demand Aggregation Platform" geplant, die die Nachfrage der Industrie bündeln, Abnahmevereinbarungen unterstützen und private Investitionen mobilisieren soll.
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Zur AktienanalyseDer Accelerator zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit bei kritischen Mineralien zu stärken und inländische Produktionskapazitäten aufzubauen. Gleichzeitig soll durch Recycling, Rückgewinnung und Wiederverwendung kritischer Mineralien eine stärkere Kreislaufwirtschaft vorangetrieben werden. Das Programm unterstützt zudem Unternehmen in den Bereichen fortschrittliche Fertigung und fördert Innovationen sowie hochwertige Arbeitsplätze.
Das Programm ist ein zentraler Bestandteil der britischen Strategie, bis 2035 rund 30 Prozent des nationalen Bedarfs an kritischen Mineralien im eigenen Land zu decken. Dieser Ansatz gewinnt angesichts des sich verschärfenden globalen Wettbewerbs um strategische Rohstoffe zunehmend an Bedeutung. Kritische Mineralien wie Lithium, Kobalt oder Seltene Erden sind unverzichtbar für die Energiewende, Elektromobilität und moderne Verteidigungstechnologien – Bereiche, in denen auch Deutschland und die EU verstärkt auf Versorgungssicherheit setzen.


