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Grindrod: Hafen Maputo wächst 30% – Erholung in H2 erwartet

Logistikkonzern Grindrod verzeichnet starkes Frachtvolumen in Maputo, kämpft aber mit Wetterstörungen und Schienenengpässen.

Grindrod: Hafen Maputo wächst 30% – Erholung in H2 erwartet

Der südafrikanische Logistikkonzern Grindrod blickt trotz eines durchwachsenen ersten Halbjahres optimistisch auf die zweite Jahreshälfte 2025. CEO Kwazi Mabaso präsentierte beim Investoren-Webinar des Unternehmens vor dem Periodenabschluss am 24. Juni eine gemischte Bilanz: Während der Hafen von Maputo in Mosambik mit einem Frachtvolumenwachstum von 30% im Fünfmonatszeitraum bis Ende Mai glänzte, bremsten Wetterstörungen und Schienenprobleme die Gesamtperformance.

Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht das Terminal de Carvão da Matola (TCM) in Mosambik, dessen Umschlagleistung sich im Berichtszeitraum um 8% verlangsamte. Als Hauptursache nannte Mabaso widrige Wetterbedingungen zwischen Januar und Februar in der Region Phalaborwa in der südafrikanischen Provinz Limpopo – dem Fördergebiet für Magnetit. Dieser Rohstoff macht rund 70% des gesamten Frachtaufkommens von TCM aus und ist damit ein entscheidender Treiber für die Terminalauslastung.

„Der Prozess der Volumenerholung bei TCM Matola begann im März, als der Regen nachließ, und wird sich in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen", erklärte Mabaso. Das Unternehmen zeigt sich zuversichtlich, dass die nachlassenden Niederschläge und verbesserte Betriebsbedingungen die Leistung des Terminals in den kommenden Monaten wieder auf Kurs bringen werden.

Schienenprobleme belasten das Logistiksegment

Auch das Logistiksegment stand unter Druck. Die Schließung des Binnenterminals in Eswatini – ausgelöst durch den Wechsel eines Kohlekunden zu direkten Schienentransporten von der Mine zum Terminal – belastete die Ergebnisse spürbar. Hinzu kam ein verringerter Lokomotiveinsatz, der durch die Schließung des Ausweichgleises in Eswatini sowie durch Wetterstörungen auf der Chikwalakwala-Linie beeinträchtigt wurde. Diese Strecke verbindet Simbabwe mit Mosambik und ist für Grindrod eine wichtige Transportachse.

Die Chikwalakwala-Linie wurde im Mai wiedereröffnet. Grindrod erwartet daher einen verbesserten Lokomotiveinsatz in der zweiten Jahreshälfte. Zusätzlichen Rückenwind erhofft sich das Unternehmen vom laufenden Prozess des freien Schienenzugangs („Rail Open Access") in Südafrika, der neue Betriebsmöglichkeiten eröffnen soll. Ein wichtiger Meilenstein ist der geplante Einsatz eines Testzugs noch vor Ende der zweiten Jahreshälfte, während die Wiederaufnahme des regulären Zugbetriebs für das erste Halbjahr 2027 angestrebt wird.

Margen im Zielkorridor, Rohstoffpreise verbessert

Auf der Ergebnisseite lieferte das Segment Häfen und Terminals eine EBITDA-Marge von 38% – ein Wert, der innerhalb der zuvor prognostizierten Spanne von 35% bis 40% liegt. Das Logistiksegment (ohne Transportvermittlung) erzielte im Berichtszeitraum eine EBITDA-Marge von 15%. Positiv entwickelten sich zudem die Rohstoffpreise für die von Grindrod umgeschlagenen Güter, darunter Kohle, Chrom, Eisenerz und Spodumen.

Das laufende TCM-Erweiterungsprogramm liegt laut Mabaso weiterhin auf Kurs für die Warm-Inbetriebnahme im ersten Quartal 2027. Das Projekt gilt als strategisch wichtig für die langfristige Kapazitätserweiterung des Terminals und die Stärkung der Wettbewerbsposition im südafrikanischen Logistikmarkt.

Sicherheit und Berichterstattung im Fokus

Im Bereich Arbeitssicherheit erzielte Grindrod mit seinem Programm „Bassopa" eine niedrige Lost-Time Injury Frequency Rate von 0,2. Allerdings meldete das Unternehmen im Juni einen Todesfall in einem Stauereibetrieb in Durban. Mabaso betonte, dass dieser Vorfall die Bedeutung kontinuierlicher Sicherheitsbemühungen unterstreiche, während Grindrod weiterhin das Ziel von null Unfällen („Zero Harm") in allen Betriebsbereichen verfolge.

CFO Fathima Ally kündigte zudem eine Vereinfachung der Segmentberichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2026 an. Die Kernsegmente Häfen, Terminals, Logistik und Gruppe bleiben erhalten. Die Segmente Private Equity und Immobilien wurden effektiv realisiert, und auch das Geschäft mit Schiffskraftstoffen wurde 2025 veräußert. Diese Bereiche werden künftig im Gruppensegment zusammengefasst. Mit dem Zukauf des Matola-Assets im vergangenen Geschäftsjahr wird Grindrod die Performance des Joint Ventures nicht mehr anteilig auf Zeilenbasis konsolidieren, sondern über einen einzigen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen.

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