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Google verhandelt mit Samsung über Fertigung des nächsten KI-Chips

Alphabet-Tochter Google will seinen Chip der nächsten Generation auf mehrere Fertigungspartner verteilen – Samsung soll eine Schlüsselkomponente liefern.

Google verhandelt mit Samsung über Fertigung des nächsten KI-Chips

Google führt Gespräche mit Samsung Electronics über die Fertigung eines Teils seines nächsten KI-Chips. Das berichtete das Technologiemagazin The Information am Donnerstag unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Chip trägt den Codenamen „Icefish" und befindet sich derzeit noch in der Designphase.

Laut dem Bericht plant Google eine Aufteilung der Fertigung auf zwei Halbleiterhersteller. Der Hauptteil des Chips soll vom weltgrößten Auftragsfertiger TSMC aus Taiwan produziert werden. Samsung hingegen könnte eine separate Komponente herstellen, die mithilfe seiner 2-Nanometer-Fertigungstechnologie die Verbindung zum Arbeitsspeicher unterstützt.

Massenproduktion möglicherweise ab 2028

„Icefish" könnte laut The Information bereits 2028 in die Massenproduktion gehen. Damit verfolgt Google einen ambitionierten Zeitplan für die Weiterentwicklung seiner hauseigenen KI-Chips. Bereits am Montag hatte The Information berichtet, dass Google zudem mit Intel über die Fertigung von mehr als drei Millionen TPUs im Jahr 2028 verhandelt.

Google ist bestrebt, seine sogenannten Tensor Processing Units (TPUs) zu einer ernsthaften Alternative zu den marktbeherrschenden Grafikprozessoren von Nvidia zu machen. Der Absatz dieser hauseigenen KI-Chips ist inzwischen zu einem wesentlichen Wachstumstreiber für den Cloud-Umsatz von Alphabet geworden. Mit einer breiteren Fertigungsbasis will Google offenbar die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller reduzieren.

Kapazitätsengpässe in der Chipindustrie als Treiber

Der Hintergrund dieser Strategie ist die angespannte Lage in der globalen Halbleiterindustrie. TSMC, der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter, kämpft damit, mit der sprunghaft ansteigenden Nachfrage Schritt zu halten. Inmitten des KI-Booms droht der taiwanesische Konzern zum Nadelöhr in der globalen Lieferkette zu werden.

Durch die Einbindung von Samsung als zweitem Fertigungspartner könnte Google seine Produktionskapazitäten absichern und gleichzeitig von Samsungs fortschrittlicher 2-Nanometer-Technologie profitieren. Die 2-Nanometer-Fertigung gilt als eine der modernsten Prozesstechnologien der Branche und ermöglicht besonders leistungsstarke und energieeffiziente Chips.

Alphabet reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Samsung Electronics war außerhalb der regulären Geschäftszeiten zunächst nicht für einen Kommentar erreichbar. Reuters konnte den Bericht von The Information nicht unabhängig verifizieren.

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