Google plant visuellere und persönlichere Suche
Mit neuen Funktionen und KI-Chatbots will Google den Nutzerbedürfnissen gerecht werden und sich gegen Konkurrenten behaupten.

Google plant, seine Suchmaschine in Zukunft benutzerfreundlicher, visueller und persönlicher zu gestalten. Der Fokus soll dabei insbesondere auf jungen Menschen weltweit liegen. Google möchte künftig mehr menschliche Stimmen einbeziehen und die Ersteller von Inhalten besser unterstützen. Dies geht aus internen Dokumenten des Unternehmens hervor.
Um diesen Wandel voranzutreiben, plant Google neue Funktionen, die es Benutzern ermöglichen, mit einem KI-Programm namens "Magi" Gespräche zu führen. Diese werden voraussichtlich in der kommenden Woche auf der jährlichen I/O-Entwicklerkonferenz vorgestellt.
Google möchte zudem mehr Gewicht auf die Beantwortung von Fragen legen, die nicht einfach durch traditionelle Webergebnisse beantwortet werden können. So sollen Besucher der Google-Suche in Zukunft häufiger dazu aufgefordert werden, Folgefragen zu stellen oder als Antwort auf ihre Fragen durch Bilder wie TikTok-Videos zu wischen.
Bereits jetzt integriert Google einige Online-Forum-Beiträge und kurze Videos in die Suchergebnisse, plant aber, solches Material in Zukunft noch stärker hervorzuheben. Google-Führungskräfte haben gegenüber Mitarbeitern betont, dass sich die Anzahl der aktiven Websites in den letzten Jahren auf einem Plateau befindet und Internetnutzer sich zunehmend anderen Apps zuwenden, um Informationen zu finden.
In Zukunft wird es für Google daher entscheidend sein, das Verbraucherverhalten rund um die Internetsuche zu ändern, um seine Position als Marktführer zu behalten. Andernfalls laufe Google Gefahr, an Boden gegenüber anderen Diensten zu verlieren, so John Battelle, Autor von "The Search".
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Zur AktienanalyseAllerdings birgt die Integration von User-generated Content in die Suchergebnisse auch Risiken. TikTok und ähnliche Plattformen haben gezeigt, dass sie ein potentielles Vehikel für falsche und irreführende Informationen darstellen können. Aus diesem Grund muss Google seine Definition von "vertrauenswürdigem" Inhalt überdenken und es den Nutzern ermöglichen, Inhalte kritisch zu hinterfragen.
Zusammenfassend plant Google eine stärkere Integration von KI und visuellen Funktionen in seine Suchmaschine, um jungen Nutzern weltweit gerecht zu werden. Der Fokus soll künftig verstärkt auf der Beantwortung von Fragen liegen, die nicht einfach durch traditionelle Webergebnisse beantwortet werden können. Google möchte in Zukunft vermehrt User-generated Content in die Suchergebnisse einbinden, muss aber gleichzeitig sicherstellen, dass nur vertrauenswürdige Inhalte angezeigt werden.


