Google nach 25 Jahren: Unangefochtene Dominanz
Künstliche Intelligenz und EU-Regulierungen stellen neue Herausforderungen für das Werbegeschäft dar

Google feiert sein 25-jähriges Bestehen und bleibt mit einem weltweiten Marktanteil von rund 90 Prozent die dominierende Suchmaschine. Gegründet von Larry Page und Sergey Brin in einer kalifornischen Garage, hat sich der Mutterkonzern Alphabet zu einem der mächtigsten Unternehmen der Welt entwickelt. Mit einem Gewinn von fast 60 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr, hauptsächlich durch den Verkauf von Werbeanzeigen, setzt Google seinen Erfolgskurs fort. Neben der Suchmaschine betreibt Alphabet auch die Videoplattform YouTube, verkauft Android-Handys und entwickelt sogar Robotaxis und Drohnen für Lieferservices.
Um seine dominante Position zu halten, investiert Google massiv. Berichten zufolge zahlt das Unternehmen Milliarden an Apple und Samsung, um die Standard-Suchmaschine auf deren Geräten zu bleiben. Trotzdem ist das Unternehmen nicht ohne Kontroversen. Es hat in der Vergangenheit hohe Geldstrafen zahlen müssen, darunter mehr als vier Milliarden Euro an die Europäische Union wegen illegaler Vorgaben an Android-Handy-Hersteller.
Die Art der Internetsuche verändert sich jedoch rapide, insbesondere durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Statt nur Suchbegriffe einzugeben, können Nutzer künftig mit der Suchmaschine chatten. "Die Suche wird mehr Frage und Antwort, mehr ein Dialog sein", sagt Philipp Justus, der Deutschland-Chef von Google. Diese Entwicklung könnte das Werbegeschäft von Google beeinflussen, da die Art der Interaktion mit der Suchmaschine sich ändert.
Zusätzlich steht Google vor der Herausforderung strengerer staatlicher Regulierung. Die neuen EU-Digitalgesetze, der "Digital Services Act" und der "Digital Markets Act", setzen dem Unternehmen Grenzen. Es gibt mehr Vorschriften darüber, wie und an wen Werbung ausgespielt werden darf, und Plattformen müssen Archive mit allen ausgespielten Werbeinhalten anlegen. Verstöße können mit Milliardenstrafen geahndet werden.
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Zur AktienanalyseEin weiterer Punkt ist die Veränderung im Nutzerverhalten. Die "Generation Z" wendet sich von Google ab und nutzt stattdessen Plattformen wie TikTok für ihre Online-Suche. Dies könnte langfristig die Dominanz von Google in Frage stellen. Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager betont die Notwendigkeit einer stärkeren Demokratie und mehr Transparenz für die Nutzer. In einer Zeit, in der die Digitalisierung tiefgreifende Auswirkungen auf Gesellschaft und Demokratie hat, steht Google vor der Herausforderung, sich an veränderte Rahmenbedingungen und Nutzergewohnheiten anzupassen.


